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Io non ho paura (IT 2002)

No tengo miedo (ES 2002)
I'm Not Scared (UK 2002)
Ich habe keine Angst (DE 2003)


Genre      Crime / Drama / Mystery / Thriller
Regie    Gabriele Salvatores ... 
Buch    Francesca Marciano ... 
Niccolò Ammaniti ... 
Darsteller    Giuseppe Cristiano ... Michele
Mattia Di Pierro ... Filippo
Adriana Conserva ... Barbara
Aitana Sánchez-Gijón ... Anna
Diego Abatantuono ... Sergio
Dino Abbrescia ... Pino
Giorgio Careccia ... Felice
Kamera    Italo Petriccione ... 
Schnitt    Massimo Fiocchi ... 
Studio    Alquimia Cinema S.A. ... 
Cattleya ... 
Colorado Film Production ... 
Medusa Film ... 
The Producers Films (Not Scared) ... 
Verleih    Kinowelt Filmverleih ... 
 
Agent KeyzerSoze
 
Wertungen53
Durchschnitt
7.73 
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Nächste TV-Ausstahlung:
Heute, 14:20 Uhr, Arte

DVD-Erscheinungstermin:
19.10.2004

Start in den deutschen Kinos:
18.12.2003



2 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ayla
04.01.2015 03:16 Uhr
"Ich habe keine Angst" ist ein bewegender, schöner Film, der subtil das Thema Erwachsenwerden behandelt, während man vordergründig eine Art Thriller geboten bekommt.
Dass die ganze Handlung aus der Sicht von Michele erzählt wird, macht den Reiz des Films aus.
Auch das Setting in Süditalien ist passend und passt zu der etwas märchenhaft angehauchten Erzählweise.
Sämtliche Charaktere sind interessant dargestellt.

Lediglich die Reaktion der Erwachsenen am Ende fnd ich etwas übertrieben.
Diese Überreaktionen wirken irgendwie deplatziert.
Master Thomers
22.12.2009 20:19 Uhr / Wertung: 9
http://www.youtube.com/watch?v=gzk4_rbIv0k

Die Kamera auf Bödenhöhe. Wir befinden uns in Mitten eines Kornfeldes, ein paar Kinder laufen auf uns zu, während wir ihnen entgegenkommen. Ein Junge läuft an uns vorbei ... verfolgt von zwei anderen. Die Kamera erhebt sich und uns bietet sich ein Anblick eines goldgelben Hügels, der unter der prallen Sonne zu leuchten scheint. Dazu Ezio Bossos fantastischer Score ... schon hier hatte Io non ho paura bei mir gewonnen und ließ mich in den kommenden Italienisch-Stunden, in denen wir den Streifen sahen, nicht mehr los.

Im Grunde ein simples Stück Film: Die Schauspieler sind großteils Laiendarsteller, das Drehbuch wurde vom Autor der Romanvorlage selbst verfasst, und gedreht wurde der Film nicht weit von Salvatores' Heimat, der diese Gegend noch aus seiner eigenen Jugend kannte. Und trotzdem strahlt Io non ho paura etwas einzigartig Schönes aus, etwas, das mich ein wenig an Il nuovo cinema paradiso erinnert. Nicht in Sachen Handlung, doch die Darstellung der Charaktere und diese Mentalität weckten Erinnerungen an Tornatores Meisterwerk.

Die Geschichte um einen italienischen Jungen, der unfreiwillig auf ein schreckliches Geheimnis stößt, beweist durchgehend Tiefgang und kann auch durch seinen wunderschönen Schluss punkten. Auffällig zieht sich durch den ganzen Film eine einfache, aber sehr intensive Farbgebung, die vor allem durch ein grelles Gelb und ein kräftiges Grün Akzente setzt, wobei dies eventuell auf die Simplizität der kindlichen Weltanschauung hindeuten soll. Ähnliches gilt für extreme Close-ups auf bestimmte Personen oder auch Objekte, die in den jeweiligen Szenen von Interesse sind. So findet sich während der ganzen Laufzeit nur ganz vereinzelt eine Totale oder eine Panoramaeinstellung. Es scheint, dass der Regisseur versucht, den Kreis der Figuren möglichst klein zu halten und die zwischenmenschlichen Beziehungen dieser in den Vordergrund zu schieben. Dieses Vorhaben gelingt perfekt und so vollendet Salvatores ein grandioses Werk.

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