 | F1 - Der Film (2025) | | (NEU) Kommentar von Colonel 26.01.2026 11:18 Uhr | Von wegen „Alles hat seine Zeit“. Für den ganz großen Triumph ist man nie zu alt! Joseph Kosinskis F1 liefert genau diese zeitlose Botschaft und präsentiert sich als packende Sportgeschichte in der besten Tradition von Top Gun: Maverick, Rocky Balboa oder Creed. Es ist die klassische, aber immer wieder wirkungsvolle Saga vom alten Hasen, der es der Welt - und vor allem sich selbst - noch einmal beweisen will.
Getragen wird dieses PS-Spektakel von einem bestens aufgelegten Brad Pitt. Er besitzt eine wahnsinnige Ausstrahlung und bildet mit seinem jungen Rennpartner ein fantastisches Duo, dessen Chemie die Leinwand förmlich zum Glühen bringt. Handwerklich ist das ganz großes Kino: Die Produktion ist astrein, die Rennen sind atemberaubend spannend in Szene gesetzt. Das ist schnell, das fetzt, und der treibende Score von Hans Zimmer sorgt für den nötigen emotionalen und akustischen Druck. Die Erzählweise ist dabei clever genug, um auch abseits der Rennstrecke zu fesseln.
Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für die (mal wieder) etwas zu üppige Laufzeit, die das ansonsten rasante Pacing hier und da aus dem Tritt bringt. Zudem schleichen sich einige unauthentische Momente ein, die eher an die Rempelei eines NASCAR-Rennens erinnern als an die chirurgische Präzision der Formel 1. Doch das verzeiht man gerne, denn im Kern ist F1 eine gelungene Story über eine tiefe Männerfreundschaft geworden – eine Beziehung, die nicht immer smooth verläuft, dafür aber umso ehrlicher und langlebiger wirkt.
Fazit:
In bester Formel-1-Manier röhrt Kosinski das Ding auf Kinohochtouren. Er schenkt uns einen spannenden Feel-Good-Film über gebrochene Helden, die wie Phönix aus der Asche aufsteigen und beweisen, dass wahre Klasse kein Verfallsdatum kennt. | |
| | |  | Dolly (2025) | | (NEU) Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:43 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt32639175/
https://www.ofdb.de/film/396951,Dolly/ | |
| | |  | The Holy Boy (2025) | | (NEU) Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:40 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt33382323/
https://www.ofdb.de/film/396158,The-Holy-Boy/ | |
| | |  | Every Heavy Thing (2025) | | (NEU) Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:36 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt33029187/
https://www.ofdb.de/film/398561,Every-Heavy-Thing/ | |
| | |  | Crazy Old Lady (2025) | | (NEU) Kommentar von KarlOtto 26.01.2026 10:33 Uhr | https://www.imdb.com/de/title/tt31613162/
https://www.ofdb.de/film/397429,Crazy-Old-Lady/ | |
| | |  | Auch die Engel essen Bohnen (1973) | | Kommentar von mountie 26.01.2026 00:13 Uhr | Ich empfand diesen Film nicht ganz als die Voll-Katastrophe, so wie ihn viele Spencer-Fans sehen, aber es gibt definitiv Gründe warum diese Produktion nicht, wie all die anderen Spencer/Hill-Filme, in der Dauerrotation im Fernsehen lief.
Erstens einmal der Austausch von Terence Hill mit Giuliano Gemma. Da Hill wohl nicht zur Verfügung stand, wollte man einen adäquaten Ersatz präsentieren, und auch wenn diese Rolle selbst mit Hill nicht richtig funktioniert hätte, so darf Gemma in jeder Szene nur eine schlechte Hill-Parodie abliefern. Zweitens dreht sich die Story diesmal nicht wie gewohnt um ein paar liebenswerte Schlitzohren mit Herzen aus Gold, sondern ist deutlich ernster angelegt. Natürlich gibt die eine oder andere Synchron-Perle wieder Grund zum schmunzeln, aber der übliche Spencer/Hill-Humor wird hier schmerzlich vermisst. Als letzten Punkt führe ich noch, man mag es kaum glauben, die nicht vorhandene Story an. Sind die Filme von Spencer/Hill zwar auch keine Shakespeare-Dramen, so haben sie doch meist eine simple, aber durchgehende Handlung. Dieser Film hat dies eher nicht, sondern plätschert bis zur Schlußkeilerei nur belanglos dahin.
Keine Voll-Katastrophe ist der Film deswegen, weil Bud Spencer immer noch wie ein Fels in der Flop-Brandung steht, und seine bewährte Art des leicht genervten Hau-Draufs souverän runterspielt. Da kracht es ordentlich bei den Hieben, und als Gegenstück zum zappelnden Gemma funktioniert Spencer immer noch gut.
Keine Perle in der Filmografie von Bud Spencer, aber immerhin noch ordentlich, wenn man bedenkt das es sich hier um einen italienischen Spaß-Film aus den 70er Jahren handelt. Deutlich hinter den Klassikern des Duos Spencer/Hill angesiedelt, gibt es zwar keine Empfehlung, aber auch kein großes Warnschild mit der Aufschrift "Finger weg!" | |
|  | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | One Battle After Another (2025) | | Kommentar von Colonel 21.01.2026 14:46 Uhr | Anderson fährt in „One Battle after Another“ kinematografisch groß auf: Kamera, Sets und Dialoge sind herausragend und tragen die komplexe Geschichte mit beeindruckender Souveränität. Die Bildsprache ist ein Gedicht, die Protagonisten werden präzise in Szene gesetzt, was den Film trotz seiner Überfrachtung lange trägt. Der Score wirkt allerdings oft wie nerviges Gedudel.
Die Geschichte orientiert sich erschreckend authentisch an aktuellen Geschehnissen in den USA. Gesellschaftlich wie politisch entwirft der Film ein Bild von anarchischen Zuständen mit ICE‑ähnlichen Detention Centern, Straßenschlachten und Milizen, was vielen Szenen eine unangenehme Dringlichkeit verleiht.
Mit DiCaprio liefert Anderson in der Figur eines abgehalfterten Revoluzzers eine sehr sympathische Hauptfigur, mit der man gern mitfiebert, während Sean Penn in seiner Rolle als faschistischer Colonel für mich teils ins Overacting abdriftet. Bei all den Qualitäten der Geschichte ist es dann ausgerechnet diese, die dem Film im Weg steht: Bei 162 Minuten verzettelt sich Anderson zu sehr in Nebensträngen, sodass der Film zwischen Momenten, die nach Meisterwerk klingen, und Passagen, die „nur“ solide unterhalten, schwankt. Mit mehr Fokus auf seine Kernerzählung hätte es vielleicht der ganz große Wurf werden können. | |
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