 | Bitte Eintragen [Forum] | | (NEU) Kommentar von Bambiiilein 02.07.2026 07:35 Uhr | Little Brother (2026):
https://www.imdb.com/title/tt34888871/?ref_=ext_shr_lnk
Dankeschön 😍 | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.07.26 00:17 Uhr | Ich lasse mir nichts mehr gefallen (Fernsehfilm, 2024)
https://www.imdb.com/de/title/tt30056829
Vielen Dank! :)
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|  | |  | Louise und die Schule der Freiheit (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:12 Uhr | Im Jahr 1889 wird Louise Violet als Lehrerin in ein abgelegenes Dorf geschickt, um dort eine Schule zu eröffnen. Doch sie stößt zunächst auf große Ablehnung und die bäuerlichen Anwohner*innen sehen ihren Nachwuchs lieber auf dem Feld arbeiten, statt die Schulbank zu drücken...
Erst vor kurzem sneakte bei uns der thematisch recht ähnlich gelagerte "Lehrer, der uns das Meer versprach" und auch diesmal gibt es historischen Kontext als Überbau der Geschichte (hier ist's die Einführung der allgemeinen Schulpflicht bzw. deren schwierige Durchsetzung). Die Spannungen zwischen den Bildungsidealen von Louise und der rauen, ländlich-konservativen Bevölkerung sorgt auch durchaus zunächst für Interesse und die ein oder andere schöne Szene. Darstellerisch gibt es bei Alexandra Lamy (und auch dem mürrischen Grégory Gadebois) wenig zu kritisieren, leider gestaltet sich der Plot aber genauso zäh und irgendwann regelrecht langweilig wie schon bei "À la Carte" vom selben Regisseur. Hinzu kommt die in meinen Augen ziemlich unrund behandelte traumatische Vergangenheit der Lehrerin, die ich ehrlich gesagt nicht recht durchschaut habe. Anstatt diese in ein paar Flashbacks zu zeigen, wird halt nur vage darüber gesprochen. Und so bleiben die Handlungsmotivationen von Louise ebenso wenig greifbar wie die mancher Dorfbewohner*innen. Ich bin mir sicher es gibt ein dankbares Publikum für Filme wie diesen, ich gehöre eher nicht dazu. | |
| | |  | Mein Totemtier & ich (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:06 Uhr | Die 11-jährige Ama führt mit ihren aus dem Senegal stammenden Eltern, die illegal in die Niederlande eingewandert sind, eigentlich ein glückliches Leben. Doch eines Tages werden ihre Mutter und ihr kleiner Bruder in Abschiebehaft genommen, als Ama und ihr Vater gerade nicht zu Hause sind. Mit Hilfe ihres besten Freundes Thijs und begleitet von ihrem magischen Totemtier, einem riesigen Stachelschwein, versteckt sich Ama vor der Polizei und sucht ihren untergetauchten Vater...
Wie das politisch brisante und komplexe Thema der (illegalen) Migration hier kindgerecht präsentiert und aufgearbeitet wird, ist an sich ein lobenswerter Ansatz. Es geht um Identität, um einen Denkanstoß zur nicht immer nachvollziehbaren Abschiebepraxis (Ama fühlt sich in ihrem Selbstverständnis komplett als Niederländerin, ist es vor dem Gesetz nur leider nicht) und letzten Endes aufgrund der angepeilten Zielgruppe natürlich auch um ein hoffnungsvolles Happy End, um die Kraft von Empathie und Zusammenhalt. Ob das realistisch ist, sei dahingestellt, aber durch die Einbindung des Kraftspendertieres, welches nur wenige Menschen sehen können, werden dem Sozialdrama eh märchenhafte Elemente beigefügt. Trotz positiver Botschaft und recht sympathischen Figuren konnte mich die europäische Koproduktion nicht so ganz überzeugen. Die Inszenierung wirkt auf mich wenig ansprechend, Darsteller*innen und Synchro sind auch eher mäßig, der Stadtstreicher als Erklärbär hat mir gar nicht gefallen und aus der Idee des Totemtieres holt man zu wenig heraus. Alles in allem für mich persönlich eher uninteressant. | |
| | |  | No Dogs Allowed (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:00 Uhr | Der 15-jährige Gabo kämpft mit seiner pädophilen Neigung und wagt sich nur dem deutlich älteren Dave anzuvertrauen, den er im Internet kennengelernt hat. Als dieser Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen wird, droht auch Gabos Geheimnis aufgedeckt zu werden...
Ein solch heikles, tabuisiertes Thema wie Pädophilie filmisch angemessen zu behandeln, erfordert extremes Fingerspitzengefühl. Mit der Perspektivverschiebung hin zur Lebensrealität eines betroffenen Jugendlichen und damit der Einbindung von Coming-of-Age-Elementen schafft "No Dogs Allowed" den Balanceakt erstaunlich gut. Auf der einen Seite wird für Gabo Mitgefühl erzeugt, dessen brenzliges Versteckspiel ihn immer mehr in die Ecke treibt und der von dem zur Drehzeit 21 Jahre alten Newcomer Carlo Krammling wirklich herausragend verkörpert wird (Angst, Verzweiflung, Scham und Unsicherheit nimmt man ihm jederzeit ab), andererseits werden über die Figur des junge Menschen ausnutzenden Dave sowohl Machtmissbrauch als auch körperlicher Missbrauch weder ausgespart noch verharmlost, ganz im Gegenteil. Selbstverständlich hat er als Täter keinerlei Mitleid verdient und gerät völlig Zu Recht ins Visier der Staatsgewalt. Der Fokus auf einen Jugendlichen unter extremem Leidensdruck, der sich seine Neigung nicht ausgesucht hat, zeigt aber die Komplexität des Themas und wie kontraproduktiv populistische Reflexe und Verurteilungen/Stigmatisierungen eigentlich sind. So gesehen handelt es sich hier um das Plädoyer für mehr Prävention, damit Betroffene eben nicht zu Tätern werden. Ein eindringlicher, mutiger und beachtlich differenzierter Film (und das aus Deutschland!) mit in meinen Augen nur wenigen kleinen Defiziten, etwa beim Aspekt Helpline. | |
| | |  | Triangle of Sadness (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:52 Uhr | Das Model/Influencer Pärchen Carl und Yaya bekommt eine kostenlose Kreuzfahrt auf einer Luxusyacht spendiert, auf der sich vor allem viele superreiche Menschen einfinden. Bei schwerem Seegang läuft das Captain's Dinner vollkommen aus dem Ruder und nach einem Piratenangriff finden sich einige Überlebende auf einer einsamen Insel wieder...
Aufgeteilt in drei sehr unterschiedliche Kapitel, hält die Gesellschaftssatire unserer Mehrklassengesellschaft den Spiegel vor. Zu Beginn wird kurz die oberflächliche Modewelt mit ihren geheuchelten Idealen gezeigt, auf der Yacht der Einfluss von Geld und Macht auf das Verhalten von Personen beleuchtet und später auf der Insel kehren sich die bestehenden Verhältnisse plötzlich komplett um. Wie die Obszönität der dekadenten Privilegierten auf dem Schiff zur Schau gestellt wird und das ganze in einer krassen Kotz/Fäkalorgie mündet, hat mir dabei am besten gefallen, wobei im Prinzip jedes Kapitel mit diversen äußerst amüsanten Szenen gespickt ist. Etwa der Tod durch Handgranate, die schmutzig-imaginären Segel oder die Trauerunterbrechung für's Sicherstellen von Wertgegenständen.. ^^ Vor allem in den Dialogen entlarven sich die widersprüchlichen Charaktere oft selbst, manchmal sind es aber auch (köstliche) Blicke und Mimiken, die Bände sprechen (an einer Stelle fühlte ich mich gar an Loriot erinnert). Den Geschmack der breiten Masse trifft "Triangle of Sadness" gewiss nicht, dazu ist die Inszenierung zu eigenwillig bzw. oft auch trocken und die Handlung zu abgefahren. Ich mochte den schrägen Humor aber ganz gerne (inkl. der provokant ausgebreiteten Folgen von Seekrankheit), hinzu kommen tolle Darsteller (Woody Harrelson und Zlatko Burić im philosophischen Zitateduell? Herrlich!) und viele Denkansätze über die Deutungsmöglichkeiten des Gezeigten. Warum ich trotz meiner positiven Worte "nur" mit 6/10 Punkten bewerte? Nun, das liegt vor allem an der mit fast zweieinhalb Stunden merklich zu ausgedehnten Laufzeit. Eine thematische Straffung und eine weniger langatmige Erzählweise hätten dem sehr speziellen Streifen meiner Meinung nach echt gut getan. Sei's drum, in Erinnerung bleibt er definitiv. Und so kann ich als Fazit eigentlich nur festhalten: "In den Wolken!!" | |
| | |  | The Assessment (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:43 Uhr | In einer dystopischen Zukunft muss aufgrund von Ressourcenmangel ein Kinderwunsch erst gestattet werden. Mia und Aaryan sind ausgewählt worden, sich einem siebentägigen Tauglichkeitstest zu unterziehen, doch sie ahnen nicht wie grenzüberschreitend die Gutachterin Virginia dabei vorgehen wird...
Eine spannende ldee, aus der dieser Sci-Fi-Thriller leider nicht genug herausholt. Dabei macht der Cast (Elizabeth Olsen ist immer klasse!) Lust auf mehr und der Beginn des undurchsichtigen Tests ist vielversprechend ausgefallen. Die unterkühlte Art der im Gouvernantenlook auftretenden Virginia mit ihren seltsamen Fragen und Methoden lässt auf interessanten Psycho-Terror hoffen, doch letztlich reihen sich nach kurzer Zeit bloß viele absurd-unangenehme bis nervige Szenen aneinander. Vor allem wenn die Gutachterin nicht aufhört sich wie ein Kleinkind zu benehmen, ging mir das schnell mächtig auf den Keks. Im Verlauf des Films wird immer mehr klar dass sie komplett einen an der Waffel hat, aber auch mit dem Ehepaar kann man sich kein Stück identifizieren, wenn man sieht was sie alles mit sich machen lassen. Untermalt wird das Treiben noch mit einer anstrengenden Musik. Da man offenbar das gesamte Budget in die namhaften Darsteller und ein paar wenige Effektshots mit virtuellen Tieren gesteckt hat, war dann für das Worldbuilding nichts mehr übrig, welches somit komplett enttäuscht und genauso wenig greifbar bleibt wie die Figuren und ihr Verhalten. Wie gesagt, es gibt tolle Ansätze in "The Assessment" und auch das Schauspiel ist ziemlich gut, umso bedauerlicher wie wenig man daraus gemacht hat. | |
| | |  | Ticket ins Paradies (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:37 Uhr | Georgia und David befinden sich seit ihrer Scheidung im Dauerclinch, doch als ihre gemeinsame Tochter Lily ihre Zukunft als Anwältin über Bord wirft, um auf Bali den Seegras-Farmer Gede zu heiraten, raufen sie sich für ein gemeinsames Ziel zusammen: Die Hochzeit um jeden Preis verhindern...
Für qualitativ gut gemachte Liebeskomödien im Stile der 90er Jahre bin ich auf jeden Fall zu haben, da kann ich auch eine gewisse Formelhaftigkeit verschmerzen. Ja, "Ticket ins Paradies" verlässt sich etwas zu sehr auf bekannte Muster, lässt also Originalität und Kreativität vermissen. Hier verläuft im Prinzip alles so wie man es erwartet und viele Szenen kennt man genauso bereits aus diversen anderen Filmen. Und doch funktioniert die Mischung aus sympathischen Figuren, seichter Romanze, amüsanten Kabbeleien und traumhaft schönem Setting ziemlich gut. Das liegt zum Großteil an Clooney und Roberts, die wunderbar harmonieren und sichtlich Spaß hatten beim Dreh. Ich für meinen Teil habe jede Szene mit der nach wie vor bezaubernden Julia Roberts einfach nur genossen! Wer also Lust hat auf eine zwar überraschungsarme, dafür aber durchgehend nett-kurzweilige Old School RomCom in exotisch-idyllischem Ambiente mit zwei gut aufgelegten Hollywood-Altstars, darf gerne reinschauen. Nur frischen Wind im Genre sollte man absolut nicht erwarten. | |
| | |  | Riff Raff - Verbrechen ist Familiensache (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:31 Uhr | Vincent möchte Silvester mit Ehefrau Sandy und Sohn DJ in ihrem Ferienhaus verbringen, als plötzlich sein anderer Sohn Rocco auftaucht – im Schlepptau seine schwangere Freundin Marina und Vincents Ex-Frau Ruth. Wie sich herausstellt ist Rocco auf der Flucht vor dem skrupellosen Gangsterboss Leftie, welcher sich schon an seine Fersen geheftet hat...
Als Mischung aus Krimikomödie und Familiendrama kann "Riff Raff" leider nur zum Teil überzeugen. Sicher, er versprüht hier und da ein wenig Tarantino-Vibes und hat echt witzige Szenen zu bieten, lässt sich aber auch extrem viel Zeit und das bei oftmals nicht bissig genug geschriebenen Dialogen. Mehr Tempo, Originalität und Pfiff (und weniger Rauchen..) hätten dem Streifen definitiv gut gestanden, zumal die dysfunktionale Familie mit seiner tollen Besetzung (u.a. Jennifer Coolidge aka Stiflers Mom ^^) viel Potential offenbart. Mir hat vor allem Miles J. Harvey richtig gut gefallen. Wobei natürlich die starken Auftritte von Bill Murray und seinem Handlanger als exzentrische Gangster das absolute Highlight des Films darstellen – der trockene Humor und die Gewaltausbrüche ergeben eine unterhaltsame Kombination. ;) Insgesamt eine im positiven Sinne etwas altbackene Thriller-Comedy, die bei Timing und Dialogen schwächelt. Da wäre mehr drin gewesen. | |
| | |  | Escape the Field (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:27 Uhr | Zusammen mit einigen anderen Personen erwacht Sam in einem riesigen Maisfeld. Niemand von ihnen weiß warum und wie sie dort gelandet sind. Auf der Suche nach Antworten und einem Ausweg stoßen sie auf Rätsel, aber auch auf diverse Gefahren...
Mystery-Horror-Thrillern im Stile von "Cube" und "Escape Room" gebe ich gerne eine Chance und hier kommt mit dem Maisfeld ein reizvolles Setting zu der vielversprechenden Prämisse hinzu. Das Rätselraten um die Verantwortlichen hinter den ungewöhnlichen Entführungen, die Geheimnisse/Schwierigkeiten, welche die Protagonisten entdecken bzw. lösen müssen sowie das gefährliche "Etwas", welches sie jagt, sorgt denn auch für ausreichend Spannung. Im Verlauf der Handlung lässt das Interesse dann allerdings leider immer mehr nach. Die immer gleiche Location ist ermüdend, die stereotypen Figuren sind zum Teil nervig und im Falle von Shane West auch ziemlich schlecht gespielt, Logikfehler schleichen sich ein, die ldeen enttäuschen immer mehr und das Ende fällt ebenso abrupt wie unbefriedigend aus (wieder einmal keinerlei Erklärungen). Alles in allem ein immerhin zu Beginn noch recht fesselnder und neugierig machender Low-Budget-Streifen für Mystery-Freunde, bei dem später immer mehr Makel den Filmgenuss gehörig torpedieren. | |
| | |  | Die Akademie (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:21 Uhr | Die 19-jährige Jojo wird an der Kunstakademie in München aufgenommen und muss sich dort mit renommierten, aber auch schwierigen Professoren herumschlagen...
Meine Begeisterung, nach "Niki de Saint Phalle" schon wieder einen Film über eine kunstschaffende junge Frau in der Sneak sehen zu dürfen, hielt sich in überschaubaren Grenzen. Wobei man diesmal die Gemälde und Kunstinstallationen immerhin auch SIEHT. Aber da ist auch schon wieder ein Problem: Ich kann mit den ganzen, tatsächlich ernst gemeinten und hochtrabenden Beurteilungen dieser Kunst sowie auch mit dem Großteil der Kunst selbst absolut nichts anfangen, ich find's oft eher lächerlich, was für ein Unsinn da in irgendwelches abstrakte Gepinsel hinein interpretiert wird. Und spätestens wenn da ein Verstrahlter im Silberanzug ein überdimensionales Disco-Ei durcht die Gegend fährt (neben vielen anderen total schrägen bis exzentrischen Gestalten), wähnt man sich doch eher in einer Nervenheilanstalt als an einer Hochschule. Einfach nicht meine Welt. War es nie, wird es auch nie sein. Immerhin: Maja Bons spielt die Studienanfängerin, die ihren eigenen Weg erst finden muss, recht gut und auch Jean-Marc Barr als ausschließlich englisch sprechender Professor hat mir die meiste Zeit gefallen. Für kunstaffine Menschen ist "Die Akademie" bestimmt einen Blick wert, ich für meinen Teil hätte gut drauf verzichten können. | |
| | |  | Chase - Nichts hält ihn auf (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:16 Uhr | Bei einem kurzen Tankstopp verschwindet die Ehefrau von Will spurlos. Weil ihm die Polizei nicht schnell genug ermittelt, nimmt Will die Suche nach seiner Gattin selbst in die Hand...
Wen zieht man für eine One-Man-Actionthriller-Show heran, wenn Liam Neeson keine Zeit hat? Genau, Gerard Butler, denn der kann den grummelig-toughen Helden ebenfalls überzeugend darstellen. Tut er auch in "Last Seen Alive" (O-Titel), in dem er den verzweifelten und wütenden, zu allem entschlossenen Ehemann gibt und zudem auch noch seine Dialoge improvisiert hat (nettes Experiment, verpufft aber zumindest in der Synchro total). Der handwerklich ordentlich umgesetzte Selbstjustiz-Streifen überzeugt insbesondere zu Beginn mit einer fesselnden Atmosphäre, entwickelt sich dann aber leider zu wenig origineller bis durchwachsener Genrekost, inklusive blasser Rückblenden und einem ernüchternden Ende, wenn es um das "Wer und warum?" der Handlung geht. Sehr schade, wie platt das Drehbuch insgesamt ausgefallen ist, etwas mehr Raffinesse hätte es schon sein müssen. Na immerhin hauen ein paar wenige brachiale Momente ganz gut rein. Alles in allem ein sehr generischer Film, der wirkt als hätte jemand "Breakdown" (mit Kurt Russell) bei Wish/Temu/AliExpress bestellt. | |
| | |  | Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:11 Uhr | 1987 in El Paso, Texas: Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, werden die mexikanisch-stämmigen Jugendlichen Aristoteles und Dante gute Freunde. Doch nachdem Dante ein Jahr in Chicago verbracht hat, zeigt sich bei ihrem Wiedersehen, dass beide sich verändert haben...
Anstatt bloß eine übliche, in diesem Fall queere Liebesgeschichte zu erzählen, konzentriert sich die Romanverfilmung eher auf die Entwicklung und langsame Selbstfindung der beiden Protagonisten bzw. vor allem Ari (hervorragend gespielt von Max Pelayo!) – ein klassisches Coming-of-Age-Drama quasi. Allerdings wunderbar einfühlsam und berührend inszeniert, mit inneren wie auch äußeren Kämpfen, die nachvollziehbar und interessant ausgefallen sind. Klasse fand ich auch die Eltern der beiden Titelhelden, die anders agieren als man zunächst denkt. Schade dass der Mittelteil (Dantes Abwesenheit) ein wenig unfokussiert ausgefallen ist, generell hätte ich mir deutlich mehr gemeinsame Screentime der beiden Protagonisten (die übrigens immer mal wieder zu alt für ihre Rollen aussehen) gewünscht. Oh und das Rauchen/Kiffen war mal wieder vollkommen unnötig, kommt aber zum Glück nur kurz vor. Fazit: Insbesondere durch das einnehmende Spiel der beiden sympathischen Hauptdarsteller und die gefühlvolle Story (ein paar Tränen musste ich verdrücken.. ^^) kann ich diese Romanadaption nur empfehlen, ich hoffe die Fortsetzung "Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens" wird ebenfalls verfilmt. | |
| | |  | Malignant (2021) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:06 Uhr | Als sie zu Hause angegriffen und ihr Mann von dem unheimlichen Eindringling getötet wird, verliert Madison auch noch ihr ungeborenes Kind und wird in der Folgezeit von schrecklichen Visionen geplagt. Sie sieht die weiteren Morde des Killers, als sei sie selbst mit dabei...
James Wan haben wir ikonische Horror-Reihen wie "Saw", "Insidious" und "Conjuring" zu verdanken, da verwundert es kaum dass er auch mit "Malignant" einen erinnerungswürdigen Film geschaffen hat. So abgedreht wie hier ging es allerdings bisher nie zu, insbesondere die haarsträubende Auflösung um die Identität des geheimnisvollen Mörders dürfte die Gemüter spalten. Bis dahin lässt der Plot viel Raum für Spekulationen und gefällt vor allem mit seiner interessanten Mischung aus Mystery-Thriller, (zu Beginn klassischem Haunted-House-) Horror, einigen recht harten Szenen, etwas Grusel und am Ende dann abgefahrener (Splatter-) Action. Zumindest bei der ersten Sichtung erschien mir nicht alles ganz logisch, im Mittelteil zieht sich die Handlung ein wenig, es gibt streitbaren Trash-Humor (gewollt oder nicht gewollt, keine Ahnung) und auch ein paar ziemlich abgegriffene Genre-Versatzstücke. Trotzdem überwiegt der lobenswerte Facettenreichtum, der auch durch die stimmungsvolle Inszenierung (u.a. sehr ansprechende Kameraarbeit!) unterstützt wird und sich trotz bzw. vielleicht auch wegen des unbestreitbar vorhandenen Gaga-Faktors angenehm vom üblichen Horror-Einheitsbrei abhebt. | |
| | |  | Niki de Saint Phalle (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:00 Uhr | Mentale Probleme, die sie zeitweise sogar in eine psychiatrische Klinik bringen, plagen Niki de Saint Phalle ebenso wie ihre von Missbrauch geprägte Kindheit. Doch dann entdeckt sie ihren künstlerischen Schaffungsdrang und geht diesem immer bestimmter nach...
Das Biopic einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts interessiert mich.. mal so gar nicht. Ich kenne die Dame nicht und kann mich für solche Kunst (von ihr stammen z.B. die Nana-Skulpturen) auch in keinster Weise begeistern. Wobei ihre Werke im gesamten Film NIE zu sehen sind und egal ob das aus lizenzrechtlichen oder anderen Gründen so umgesetzt wurde: Es ist einfach nur extrem irritierend und dumm. Ihre Entwicklung als Künstlerin ist absolut nicht greifbar, im Mittelpunkt steht somit vielmehr die angeknackste Psyche von Niki de Saint Phalle. Und da versagt das Drama in anderer Hinsicht immer wieder: Die Story ist in Kapitel aufgeteilt und besteht aus verschiedenen Episoden ihres Lebens in den 50er Jahren, bleibt durch die regelmäßigen, teilweise arg verwirrenden Wechsel trotz reizvoller Ansätze daher immer nur an der Oberfläche. Einzig positiv leiben mir die Schauspielleistung von Charlotte Le Bon und der clevere, aber seltene Splitscreen-Einsatz in Erinnerung. Insgesamt aber ein für mich vollkommen uninteressanter, langweiliger Streifen. | |
| | |  | The Contractor (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 22:53 Uhr | Sergeant James Harper wird von der US-Armee entlassen und weil sich bei seiner Familie unbezahlte Rechnungen anhäufen, heuert er bei einer paramilitärischen Privatorganisation an. Sein erster, äußerst lukrativer Einsatz führt ihn nach Berlin und geht direkt gehörig schief...
Die erste Hälfte des Films verläuft eher ruhig, aber recht packend. Liegt wohl vor allem an der prinzipiell glaubhaften Charakterzeichnung des aussortierten Ex-Soldaten, der von Chris Pine überzeugend verkörpert wird. Sobald die Mission in Berlin (natürlich hier wieder extrem hässlich dargestellt mit schmuddeligen Ecken und den üblichen Graffiti-Verunstaltungen) schiefgeht, kommen ordentliche und geerdete Actionszenen dazu, die durchaus Laune machen. Allerdings häufen sich auch diverse Mängel, die den Actionthriller gewaltig runterziehen: Jede Menge Logiklöcher tun sich auf, die moralische Zwickmühle des Protagonisten wirkt ab dem eiskalten Erschießen der Polizisten extrem unglaubwürdig, das Drehbuch entpuppt sich als Malen-nach-Zahlen des Agententhriller-Genres ohne die geringste Abwandlung zu anderen Filmen dieser Art, ja und das Finale enttäuscht dann schließlich auf ganzer Linie. Die an sich solide Inszenierung und der Hauptdarsteller retten "The Contractor" vor dem Totalabsturz, ansonsten aber zu viele ärgerliche Fehler und keinerlei erzählerische Finesse – das genügt einfach nicht. | |
| | |  | Halloween Park (2023) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 22:48 Uhr | Fiona bekommt die Aufgabe, eine fünfköpfige Gruppe nachts für einen exklusiven Aufenthalt in einem menschenleeren, bereits für Halloween vorbereiteten Vergnügungspark zu begleiten. Ärgerlicherweise besteht die Truppe aus ehemaligen Freund*innen, mit denen Fiona eigentlich nichts mehr zu tun haben möchte. Und dann macht plötzlich noch ein maskierter Killer Jagd auf die Jugendlichen...
Ich versteh's nicht: Wenn man schon das ziemlich ausgelutschte Subgenre des Teenie-Slashers bedienen möchte, dann doch bitte mit originellen Ideen und einem Hauch von Ambition, etwas Neues zu schaffen. "Karusell" (O-Titel) bietet leider nur sehr konventionelle, in keinster Weise raffinierte Horrorkost, mit größtenteils unsympathischen bis nervigen, definitiv äußerst austauschbaren Charakteren, die einem egaler nicht sein könnten, und einer generischen Handlung von der Stange. Auch die Kills fallen größtenteils unspektakulär bzw. unkreativ aus und die Enthüllung des Axtmörders wird bestimmt niemanden wirklich überraschen. Zu Gute halten muss man dem Streifen das reizvolle Freizeitpark-Setting (das allerdings leider nur ansatzweise gut genutzt wird) und die sehr solide Inszenierung mit einigen stimmungsvollen Bildern, die durchaus eine bedrohliche Atmosphäre schaffen. Unterm Strich ein belangloser schwedischer Slasher-Horror mit mauem Drehbuch, bei dem es immerhin ein Wiedersehen mit Omar Rudberg ("Young Royals") gibt. | |
| | |  | Love Hurts - Liebe tut weh (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 22:41 Uhr | Marvin Gable genießt sein bürgerliches Leben als Immobilienmakler, als plötzlich die untergetauchte Rose wieder auf der Bildfläche erscheint und Marvins altes Leben als Killer ihn einholt. Fortan muss er sich gegen seinen Bruder, Gangsterboss Knuckles, sowie dessen brutale Handlanger zur Wehr setzen...
In seiner Mixtur aus flotten Kampfeinlagen und Comedy-Elementen erinnert der Film nicht selten an typische Jackie Chan Vehikel. Dabei können die zahlreichen, gut choreographierten wie einfallsreichen und verblüffend brutalen Kloppereien tatsächlich überzeugen (erwähnen muss man diesbezüglich auch die teils herrlich kreativen Kameraeinstellungen!) und sorgen im Zusammenspiel mit dem wunderbaren Ke Huy Quan in der Hauptrolle für ansprechend schräge Unterhaltung. Auch die kleine Reunion mit "Goonies"-Kollege Sean Astin ist für Fans des Kultfilms aus den 80ern ein Highlight. Leider wirkt das Skript von "Love Hurts" mitunter holprig, den Subplot mit der Assistentin hätte es ebenso wenig gebraucht wie im späteren Verlauf so manchen etwas anstrengenden Expositions-Monolog. Die Story ist bzw. Dialoge sind weniger cool als sie sein möchten, zwei Tode passen irgendwie nicht zum lockeren Grundton und Liebesbeziehungen wirken hier nur behauptet, sind aber kaum fühlbar. Alles in allem lohnt sich der Streifen vor allem für Freunde amüsant-harter Kampfaction, denn diese ist hier visuell ansprechend inszeniert und hat stets ordentlich Wumms. Der Rest ist dann immerhin solide geraten, dank des immer sehr sympathischen Ke Huy Quan aber zum Glück auch keine Zeitverschwendung. | |
| | |  | Palm Springs (2020) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 22:34 Uhr | Nyles erlebt eine Hochzeitsfeier in der Wüste von Palm Springs jeden Tag aufs Neue und hat sich mit seinem Schicksal abgefunden. Doch dann gerät auch Sarah, die Schwester der Braut, in diese Zeitschleife und wirbelt den eingefahrenen Alltag von Nyles gehörig durcheinander...
Es gibt mittlerweile viele Variationen des guten alten Murmeltier-Prinzips, das ich sehr mag, und es ist schön zu sehen dass immer noch neue Ideen gefunden werden, dieses Subgenre frisch und interessant zu halten. In "Palm Springs" gefällt vor allem die Dynamik zweier Leidensgenoss*innen, einer ein alter Time-Loop-Hase, eine als Anfängerin dabei. Da treffen unterschiedliche Ansichten aufeinander, wie mit der verfahrenen Situation und den unwissenden Mitmenschen umzugehen ist, ob es einen Ausweg gibt und ob die Umstände gar eine Liebesgeschichte erlauben. Kleiner Spoiler: Letzteres klappt auf jeden Fall und dank der wunderbaren Chemie zwischen den toll aufspielenden, sympathischen Protagonist*innen gerät die turbulente Fantasy-RomCom durchgehend unterhaltsam, äußerst schwung- und humorvoll, dabei aber auch immer wieder süß und warmherzig. Ein paar kleine Überraschungen nach ungefähr der Hälfte des Films halten den Plot frisch, ebenso wie eine schöne Nebenrolle von J.K. Simmons. Eine Erklärung für den Riss im Raum-Zeit-Gefüge darf man natürlich nicht erwarten, aber die hat diese flott inszenierte, schräge Zeitschleifen-Romanze auch gar nicht nötig. | |
| | |  | Wallace & Gromit: Vergeltung mit Flügeln (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 22:28 Uhr | Mit dem Gartenzwerg-Roboter Norbot präsentiert Wallace seine neueste, nützliche Erfindung. Gromit fühlt sich schnell ausgebootet, doch gefährlich wird es erst, als Pinguin-Schurke Feathers McGraw aus dem Gefängnis bzw. Zoo heraus den Haushaltshelfer umprogrammiert...
30 Jahre nach "Die Techno-Hose" knüpft man hier direkt an die damaligen Ereignisse an, es macht also Sinn sich nach Möglichkeit den Kurzfilm nochmal anzuschauen. Der Charme der handgemachten Stop-Motion-Animationstechnik ist nach wie vor ungebrochen und sieht nicht nur herzallerliebst aus, sondern strotzt nur so vor gelungenen Details (inkl. diverser Fan-Service-Referenzen). Ein ganz eigener Stil eben, der die Aardman Studios seit je her ausmacht. Inhaltlich bietet das aberwitzige Abenteuer des beliebt-verpeilten Kultduos eher Standardkost, ruht sich etwas zu sehr auf Altbewährtem aus und kann insgesamt keine Begeisterung auslösen (dafür funktionieren viele Gags nicht durchschlagend genug) – trotzdem macht "Vengeance Most Fowl" (O-Untertitel) Spaß und nostalgische Gefühle kommen definitiv auf. "Wallace & Gromit" geht halt irgendwie immer, selbst wenn die oberste Liga damit nicht (mehr) erreicht wird. | |
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