| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | Auf Augenhöhe (2016) | | Kommentar von Spreewurm 04.07.2026 23:10 Uhr | Berlinale 2017
Gewinner Lola 2017: Bester Kinder-,Jugendfilm
Ayla: Sind Kinder heute noch so voller Vorurteile?
Tendenziell eher nicht...
Muss ich widersprechen, die Menschen allgemein haben natürlich immer noch so viele Vorurteile, wird sogar immer schlimmer, früher gab es nicht so viele Schönheitsideale wie heute. | |
|  | | | | | | | |  | Bitte Eintragen [Forum] | | Kommentar von fidelio 04.07.2026 09:34 Uhr | Bitte eintragen:
Magnum 45 (1976)
https://www.imdb.com/de/title/tt0074451/
Danke | | Kommentar von Bambiiilein 02.07.26 07:35 Uhr | Little Brother (2026):
https://www.imdb.com/title/tt34888871/?ref_=ext_shr_lnk
Dankeschön 😍 | | Kommentar von Tiuri7 02.07.26 00:17 Uhr | Ich lasse mir nichts mehr gefallen (Fernsehfilm, 2024)
https://www.imdb.com/de/title/tt30056829
Vielen Dank! :)
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|  | |  | Louise und die Schule der Freiheit (2024) | | Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:12 Uhr | Im Jahr 1889 wird Louise Violet als Lehrerin in ein abgelegenes Dorf geschickt, um dort eine Schule zu eröffnen. Doch sie stößt zunächst auf große Ablehnung und die bäuerlichen Anwohner*innen sehen ihren Nachwuchs lieber auf dem Feld arbeiten, statt die Schulbank zu drücken...
Erst vor kurzem sneakte bei uns der thematisch recht ähnlich gelagerte "Lehrer, der uns das Meer versprach" und auch diesmal gibt es historischen Kontext als Überbau der Geschichte (hier ist's die Einführung der allgemeinen Schulpflicht bzw. deren schwierige Durchsetzung). Die Spannungen zwischen den Bildungsidealen von Louise und der rauen, ländlich-konservativen Bevölkerung sorgt auch durchaus zunächst für Interesse und die ein oder andere schöne Szene. Darstellerisch gibt es bei Alexandra Lamy (und auch dem mürrischen Grégory Gadebois) wenig zu kritisieren, leider gestaltet sich der Plot aber genauso zäh und irgendwann regelrecht langweilig wie schon bei "À la Carte" vom selben Regisseur. Hinzu kommt die in meinen Augen ziemlich unrund behandelte traumatische Vergangenheit der Lehrerin, die ich ehrlich gesagt nicht recht durchschaut habe. Anstatt diese in ein paar Flashbacks zu zeigen, wird halt nur vage darüber gesprochen. Und so bleiben die Handlungsmotivationen von Louise ebenso wenig greifbar wie die mancher Dorfbewohner*innen. Ich bin mir sicher es gibt ein dankbares Publikum für Filme wie diesen, ich gehöre eher nicht dazu. | |
| | |  | Mein Totemtier & ich (2022) | | Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:06 Uhr | Die 11-jährige Ama führt mit ihren aus dem Senegal stammenden Eltern, die illegal in die Niederlande eingewandert sind, eigentlich ein glückliches Leben. Doch eines Tages werden ihre Mutter und ihr kleiner Bruder in Abschiebehaft genommen, als Ama und ihr Vater gerade nicht zu Hause sind. Mit Hilfe ihres besten Freundes Thijs und begleitet von ihrem magischen Totemtier, einem riesigen Stachelschwein, versteckt sich Ama vor der Polizei und sucht ihren untergetauchten Vater...
Wie das politisch brisante und komplexe Thema der (illegalen) Migration hier kindgerecht präsentiert und aufgearbeitet wird, ist an sich ein lobenswerter Ansatz. Es geht um Identität, um einen Denkanstoß zur nicht immer nachvollziehbaren Abschiebepraxis (Ama fühlt sich in ihrem Selbstverständnis komplett als Niederländerin, ist es vor dem Gesetz nur leider nicht) und letzten Endes aufgrund der angepeilten Zielgruppe natürlich auch um ein hoffnungsvolles Happy End, um die Kraft von Empathie und Zusammenhalt. Ob das realistisch ist, sei dahingestellt, aber durch die Einbindung des Kraftspendertieres, welches nur wenige Menschen sehen können, werden dem Sozialdrama eh märchenhafte Elemente beigefügt. Trotz positiver Botschaft und recht sympathischen Figuren konnte mich die europäische Koproduktion nicht so ganz überzeugen. Die Inszenierung wirkt auf mich wenig ansprechend, Darsteller*innen und Synchro sind auch eher mäßig, der Stadtstreicher als Erklärbär hat mir gar nicht gefallen und aus der Idee des Totemtieres holt man zu wenig heraus. Alles in allem für mich persönlich eher uninteressant. | |
| | |  | No Dogs Allowed (2024) | | Kommentar von Tiuri7 02.07.2026 00:00 Uhr | Der 15-jährige Gabo kämpft mit seiner pädophilen Neigung und wagt sich nur dem deutlich älteren Dave anzuvertrauen, den er im Internet kennengelernt hat. Als dieser Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen wird, droht auch Gabos Geheimnis aufgedeckt zu werden...
Ein solch heikles, tabuisiertes Thema wie Pädophilie filmisch angemessen zu behandeln, erfordert extremes Fingerspitzengefühl. Mit der Perspektivverschiebung hin zur Lebensrealität eines betroffenen Jugendlichen und damit der Einbindung von Coming-of-Age-Elementen schafft "No Dogs Allowed" den Balanceakt erstaunlich gut. Auf der einen Seite wird für Gabo Mitgefühl erzeugt, dessen brenzliges Versteckspiel ihn immer mehr in die Ecke treibt und der von dem zur Drehzeit 21 Jahre alten Newcomer Carlo Krammling wirklich herausragend verkörpert wird (Angst, Verzweiflung, Scham und Unsicherheit nimmt man ihm jederzeit ab), andererseits werden über die Figur des junge Menschen ausnutzenden Dave sowohl Machtmissbrauch als auch körperlicher Missbrauch weder ausgespart noch verharmlost, ganz im Gegenteil. Selbstverständlich hat er als Täter keinerlei Mitleid verdient und gerät völlig Zu Recht ins Visier der Staatsgewalt. Der Fokus auf einen Jugendlichen unter extremem Leidensdruck, der sich seine Neigung nicht ausgesucht hat, zeigt aber die Komplexität des Themas und wie kontraproduktiv populistische Reflexe und Verurteilungen/Stigmatisierungen eigentlich sind. So gesehen handelt es sich hier um das Plädoyer für mehr Prävention, damit Betroffene eben nicht zu Tätern werden. Ein eindringlicher, mutiger und beachtlich differenzierter Film (und das aus Deutschland!) mit in meinen Augen nur wenigen kleinen Defiziten, etwa beim Aspekt Helpline. | |
| | |  | Triangle of Sadness (2022) | | Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:52 Uhr | Das Model/Influencer Pärchen Carl und Yaya bekommt eine kostenlose Kreuzfahrt auf einer Luxusyacht spendiert, auf der sich vor allem viele superreiche Menschen einfinden. Bei schwerem Seegang läuft das Captain's Dinner vollkommen aus dem Ruder und nach einem Piratenangriff finden sich einige Überlebende auf einer einsamen Insel wieder...
Aufgeteilt in drei sehr unterschiedliche Kapitel, hält die Gesellschaftssatire unserer Mehrklassengesellschaft den Spiegel vor. Zu Beginn wird kurz die oberflächliche Modewelt mit ihren geheuchelten Idealen gezeigt, auf der Yacht der Einfluss von Geld und Macht auf das Verhalten von Personen beleuchtet und später auf der Insel kehren sich die bestehenden Verhältnisse plötzlich komplett um. Wie die Obszönität der dekadenten Privilegierten auf dem Schiff zur Schau gestellt wird und das ganze in einer krassen Kotz/Fäkalorgie mündet, hat mir dabei am besten gefallen, wobei im Prinzip jedes Kapitel mit diversen äußerst amüsanten Szenen gespickt ist. Etwa der Tod durch Handgranate, die schmutzig-imaginären Segel oder die Trauerunterbrechung für's Sicherstellen von Wertgegenständen.. ^^ Vor allem in den Dialogen entlarven sich die widersprüchlichen Charaktere oft selbst, manchmal sind es aber auch (köstliche) Blicke und Mimiken, die Bände sprechen (an einer Stelle fühlte ich mich gar an Loriot erinnert). Den Geschmack der breiten Masse trifft "Triangle of Sadness" gewiss nicht, dazu ist die Inszenierung zu eigenwillig bzw. oft auch trocken und die Handlung zu abgefahren. Ich mochte den schrägen Humor aber ganz gerne (inkl. der provokant ausgebreiteten Folgen von Seekrankheit), hinzu kommen tolle Darsteller (Woody Harrelson und Zlatko Burić im philosophischen Zitateduell? Herrlich!) und viele Denkansätze über die Deutungsmöglichkeiten des Gezeigten. Warum ich trotz meiner positiven Worte "nur" mit 6/10 Punkten bewerte? Nun, das liegt vor allem an der mit fast zweieinhalb Stunden merklich zu ausgedehnten Laufzeit. Eine thematische Straffung und eine weniger langatmige Erzählweise hätten dem sehr speziellen Streifen meiner Meinung nach echt gut getan. Sei's drum, in Erinnerung bleibt er definitiv. Und so kann ich als Fazit eigentlich nur festhalten: "In den Wolken!!" | |
| | |  | The Assessment (2024) | | Kommentar von Tiuri7 01.07.2026 23:43 Uhr | In einer dystopischen Zukunft muss aufgrund von Ressourcenmangel ein Kinderwunsch erst gestattet werden. Mia und Aaryan sind ausgewählt worden, sich einem siebentägigen Tauglichkeitstest zu unterziehen, doch sie ahnen nicht wie grenzüberschreitend die Gutachterin Virginia dabei vorgehen wird...
Eine spannende ldee, aus der dieser Sci-Fi-Thriller leider nicht genug herausholt. Dabei macht der Cast (Elizabeth Olsen ist immer klasse!) Lust auf mehr und der Beginn des undurchsichtigen Tests ist vielversprechend ausgefallen. Die unterkühlte Art der im Gouvernantenlook auftretenden Virginia mit ihren seltsamen Fragen und Methoden lässt auf interessanten Psycho-Terror hoffen, doch letztlich reihen sich nach kurzer Zeit bloß viele absurd-unangenehme bis nervige Szenen aneinander. Vor allem wenn die Gutachterin nicht aufhört sich wie ein Kleinkind zu benehmen, ging mir das schnell mächtig auf den Keks. Im Verlauf des Films wird immer mehr klar dass sie komplett einen an der Waffel hat, aber auch mit dem Ehepaar kann man sich kein Stück identifizieren, wenn man sieht was sie alles mit sich machen lassen. Untermalt wird das Treiben noch mit einer anstrengenden Musik. Da man offenbar das gesamte Budget in die namhaften Darsteller und ein paar wenige Effektshots mit virtuellen Tieren gesteckt hat, war dann für das Worldbuilding nichts mehr übrig, welches somit komplett enttäuscht und genauso wenig greifbar bleibt wie die Figuren und ihr Verhalten. Wie gesagt, es gibt tolle Ansätze in "The Assessment" und auch das Schauspiel ist ziemlich gut, umso bedauerlicher wie wenig man daraus gemacht hat. | |
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