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 | Vier Fäuste gegen Rio (1984) | | (NEU) Kommentar von mountie 07.07.2026 23:58 Uhr | Für mich eine der besten Mischungen der Elemente die die Spencer/Hill-Filme zu solchen Spaßgranaten gemacht haben!
Hier stimmt der Humor, insbesondere natürlich auch wieder die kongeniale deutsche Synchro, die Slapstick-Prügel-Einlagen, und sogar die Story ist diesmal nicht nur Mittel zum Zweck, sondern bringt durch die Doppelgänger-Thematik sogar ein paar neue Seiten unserer beiden Kino-Helden zum Vorschein.
Die Western der Film-Ikonen sind zwar atmosphärisch etwas stimmiger, und auch das Gesamtbild wirkt in Filmen wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" und der "Rechten und der Linken Hand des Teufels" immer noch etwas passender, doch gerade von den, in der Neuzeit spielenden, Geschichten gefällt mir dieser hier, mit ein paar anderen Kandidaten, am besten, da man einfach ein tolles Gesamtpaket bekommt.
Wenn man unkundigen Menschen einen Spencer/Hill-Film zeigen wollen würde, um diese von der Genialität und dem Unterhaltungsfaktor dieser Ikonen zu überzeugen, könnte man durchaus "Vier Fäuste gegen Rio" ins Rennen schicken, da hier einfach all das vorkommt, was dieses Duo so kultig gemacht hat. Klare Empfehlung... nicht nur für Liebhaber und Fans. | |
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 | Systemsprenger (2019) | | (NEU) Kommentar von Colonel 07.07.2026 16:12 Uhr | Ein Film wie ein Schlag in die Magengrube mit zusätzlichem Leberhaken.
Die 9-jährige Benni leidet unter den Folgen eines frühkindlichen Traumas, die ein Zusammenleben in der Gesellschaft und sogar mit ihrer eigenen Familie unmöglich machen. Das Kind eckt überall an und fällt regelmäßig durch unkontrollierbare Gewaltspitzen auf. Ihre leibliche Mutter, Pflegeeltern sowie Betreuungseinrichtungen verzweifeln gleichermaßen an ihr.
Inszeniert ist dieses unbequeme Stück Film meisterlich von Nora Fingscheidt. Mit einfachen, aber effektiven Mitteln überträgt sie sowohl die unbändige Wut des Kindes als auch die absolute Ohnmacht der Erwachsenen extrem wirkungsvoll auf den Zuschauer. Alles wirkt authentisch und greifbar echt. Ihr größtes Ass im Ärmel ist dabei die Jungdarstellerin Helena Zengel, die die kleine Benni absolut überragend und furchtlos spielt. Aber auch Albrecht Schuch als Anti-Aggressionstrainer hat mir (wieder einmal) ausgezeichnet gefallen.
Klar muss sein, dass das hier kein Wohlfühlfilm ist und man als Zuschauer innerlich oft mit dem Finger über der Abschalttaste schwebt. Andererseits bekommt man hier ein so rohes, mitreißendes und intensives Erlebnis geboten, das in dieser Form im deutschen Kino nur selten zu finden ist. | |
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 | Greenland 2: Migration (2026) | | (NEU) Kommentar von Colonel 07.07.2026 16:09 Uhr | Dreh- und Angelpunkt ist ein absolut dämliches Skript. Egal, welche Vorstellung man davon hatte, was nach der Ankunft im lebensrettenden Bunker in Grönland passieren könnte, sie ist falsch. Denn was sich die kreativen Köpfe hier aus den Fingern gesogen haben, ist Trash par excellence, und das merkt man schon nach fünf Minuten. Gerard Butler, weiterhin im Modus „hart malochender Familienvater am Limit“, wird von einem radioaktiven (warum?) Gewitter mit Laserblitzen durch die Gegend gejagt. Weil ein normales Gewitter offenbar nicht bescheuert genug gewesen wären.
Greenland 2 verabschiedet sich damit erstaunlich schnell vom Endzeitfilm und mutiert zum lärmenden Katastrophenquatsch. Wissenschaftliche Konzepte werden nonchalant ignoriert. Gesellschaftliche Konflikte wirken so konstruiert, als hätte man sie in der Kaffeepause schnell auf eine Serviette gekritzelt.
Auf dem Weg zu einem Einschlagskrater, der uns plötzlich als eine Art postapokalyptisches Paradies verkauft wird (nochmal: warum eigentlich?), stolpern die Figuren von einem Hindernis zum nächsten. Diese Hindernisse tauchen praktischerweise immer genau dann auf, wenn der Film kurz Action braucht, und lösen sich ebenso unlogisch wieder in Luft auf, sobald die Szene ihren Zweck erfüllt hat.
Zwischendurch hustet Butler schön theatralisch vor sich hin, damit wenigstens künstlich noch etwas Notstandsstimmung aufkommt, denn die Diabetes-Erkrankung des Sohnes, in Teil 1 noch ein treibendes Spannungsmoment, ist hier fast komplett aus dem Gedächtnis des Drehbuchs radiert worden.
In knapp 96 Minuten hetzt die Handlung von einem Konflikt zum nächsten, ohne dem gezeigten Endzeitszenario auch nur einmal die Chance zu geben, tatsächlich auf den Zuschauer zu wirken.
Am Ende bleibt vor allem die Erkenntnis, dass nicht jeder Weltuntergang eine Fortsetzung braucht. | |
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