| | | | | |  | The Choral (2025) | | (NEU) Kommentar von Spreewurm 12.01.2026 23:53 Uhr | Toronto Film Festival 2025
IMDb: 6,4
https://www.imdb.com/title/tt31851518/ | |
| | |  | Blue Moon (2025) | | (NEU) Kommentar von Spreewurm 12.01.2026 23:46 Uhr | Berlinale 2025
Toronto Film Festival 2025
IMDb: 6,9
https://www.imdb.com/title/tt32536315/ | |
| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | |  | Final Destination 6: Bloodlines (2025) | | Kommentar von Colonel 08.01.2026 14:29 Uhr | | | Kommentar von Colonel 08.01.26 14:29 Uhr | Der Tod mag es gar nicht, wenn man seine Pläne vermasselt.
Dem altbewährten Konzept der Final Destination-Reihe bleibt man auch nach längerer Pause in der mittlerweile sechsten Auflage treu – und das erstaunlich konsequent. Die Art, wie das Ganze erzählt wird, ist nach wie vor unnachahmlich unterhaltsam.
Der Film spielt ständig mit den Erwartungen des Zuschauers: Wann schlägt der Tod als Nächstes zu? Eine heruntergefallene Münze? Wie könnte das wohl enden?
Ja, manchmal sind die Zufälle, bei denen eins zum anderen und schließlich zum Tod führt, herrlich absurd – aber eben auch äußerst kreativ. Und der Plot mit dem das Ganze serviert wird geht auch in Ordnung. Die Ideen, wie die Familienmitglieder ums Leben kommen, sind makaber, geschmacklos und konsequent mit Galgenhumor versehen. Besonders gelungen ist das witzige Kunststück, dass man selbst danach beginnt, in völlig banalen Alltagsdingen potenzielle Todesfallen zu sehen.
Fazit: Final Destination 6 frischt sein altes Konzept erfolgreich auf und punktet mit schwarzem Humor und Einfallsreichtum. Außerdem liefert der Film ein weiteres starkes Argument dafür, warum man Bargeld vielleicht doch besser abschaffen sollte. Möglicherweise mein Guilty Pleasure des Jahres 2025. Äußerst unterhaltsam! | |
| | |  | Islands (2025) | | Kommentar von Colonel 08.01.2026 14:04 Uhr | Tom ist Tenniscoach in einer Bettenburg auf der Kanareninsel Fuerteventura. Tag ein, Tag aus gibt er Tennisstunden, bespaßt die Gäste, stürzt abends mit Urlaubern in Bars ab und steht am nächsten Morgen wieder auf dem Platz, um den Zyklus von Neuem zu beginnen.
Mit diesem Muster bleibt sich Jan Ole Gerster treu. Seine Filme tragen eine klar erkennbare Regiehandschrift. Ob in Oh Boy, Lara oder nun in Islands: Gerster erzählt vermeintlich leichte, alltagsnahe Stoffe, die in Wahrheit von Scheitern, Selbstbetrug und existenzieller Verunsicherung handeln. Mit britischem Cast wird sein neuer Film internationaler, doch im Kern geht es erneut um einen Mann ohne Plan.
Gestrandet im vermeintlichen Urlaubsparadies bewegt sich Tom zwischen verpassten Chancen, Selbsttäuschung und der unterschwelligen Frage nach einem anderen Leben. Gerster führt diese orientierungslose Figur so präzise und empathisch ein, dass sie sofort greifbar wird und man unbedingt wissen möchte, wie ihr Schicksal sich entfaltet. In einer Urlaubsfamilie glaubt Tom zu erkennen, wonach er sich insgeheim sehnt, und schöpft daraus neuen Antrieb. Besonders spannend sind dabei die unausgesprochenen Andeutungen zu Motiven und Vergangenheiten der Figuren, aus denen sich der Zuschauer selbst zusammenreimt, was geschehen sein könnte.
Als dann eine Person auf mysteriöse Weise verschwindet, verbindet Gerster dieses filmgewordene Psychogramm noch mit Neo-Noir-Thriller-Elementen. Das vermeintliche Urlaubsparadies verwandelt sich trotz Sonne und Strand in einen schwermütigen Kosmos, in dem die kanarischen Vulkanlandschaften, die ausgeblichenen Farben und die in die Jahre gekommene Hotelarchitektur die innere Leere und Zerrissenheit der Figuren spiegeln.
Insgesamt ist Islands ein gewohnt ruhiges, aber äußerst kontrolliert inszeniertes Psychogramm aus Gersters Feder, das mit existenziellen Fragen und leiser Spannung bis zum Schluss bei der Stange hält. | |
| | |  | Zoomania 2 (2025) | | Kommentar von Colonel 08.01.2026 14:02 Uhr | In Zoomania 2 wirkt die Stadt der Tiere noch lebendiger und dichter als zuvor. Jeder Hintergrund strotzt vor Einfällen, jede Tierart spiegelt ihre Eigenheiten konsequent in Kleidung, Gestik und Architektur wider. Wohnräume, Straßen und Verkehrsmittel sind so durchdacht gestaltet, dass die Welt größer, glaubwürdiger und gleichzeitig herrlich chaotisch erscheint. Ein visuelles Feuerwerk, das beinahe überfordert, aber nie beliebig wirkt.
Auch erzählerisch fühlt sich der Film nicht wie ein bloßer Aufguss an, sondern wie eine logische Weiterentwicklung. Die bekannten Figuren erhalten neue Konflikte, ohne in Selbstzitaten zu erstarren. „Zoomania 2“ bleibt seiner gelungenen Mischung aus Krimi, Buddy-Komödie und Gesellschaftssatire treu, vermeidet dabei jedoch platte Moralkeulen. Besonders überzeugend ist die emotionale Bodenhaftung der Geschichte: Zwischen großen Set Pieces finden ruhige Momente Platz, in denen die Figuren als echte Charaktere wachsen dürfen.
Am Ende bleibt der Eindruck, dass dieser zweite Teil strukturierter und pointierter ist als das Original – und für manche vielleicht sogar der bessere Film. | |
| | |  | Eden (2024) | | Kommentar von Colonel 08.01.2026 13:57 Uhr | „Eden“ ist ein atmosphärisch dichtes Überlebensdrama über den Konflikt zwischen Zivilisation, Natur und menschlicher Hybris. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie schnell die romantische Idee vom „Zurück zur Natur“ an Hitze, fehlendem Komfort und verletztem Ego zerbricht. Visuell gehört „Eden“ zu Ron Howards stärkeren Arbeiten: Trotz Dreharbeiten in Australien vermittelt der Film ein erstaunlich authentisches Gefühl tropischer Abgeschiedenheit, in der Sonne und Isolation gnadenlos wirken.
Auch schauspielerisch überzeugt der Film. Brühl, Kirby, Law, de Armas und Sweeney bilden einen außergewöhnlich starken Cast, der die moralischen Spannungen glaubwürdig trägt. Besonders die zentralen Figuren verleihen dem schrittweisen Zerfall der Gemeinschaft emotionale Wucht.
Seine größten Stärken entfaltet „Eden“, wenn er innere Konflikte und zwischenmenschliche Machtkämpfe ausleuchtet. Idealismus prallt auf Realität, Solidarität endet schneller als die Vorräte. Schwächen zeigt der Film bei Nebenfiguren und dramaturgischer Zuspitzung. Insgesamt bleibt „Eden“ ein anspruchsvoller, handwerklich starker Film mit kleinen erzählerischen Unebenheiten. | |
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