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 | Nobody 2 (2025) | | (NEU) Kommentar von Colonel 20.08.2026 09:56 Uhr | In Nobody 2 geht der unscheinbare Familienvater Hutch samt Dad Bod weiterhin seinem Beruf als Auftragskiller nach. Doch weil dieser äußerst anstrengend ist, möchte er sich diesmal eine Pause gönnen und macht sich mit seiner Familie auf in den Urlaub. Selbstredend, dass er auch dort weder die Füße noch die Fäuste stillhalten kann und schon bald in die Machenschaften eines Verbrechersyndikats gerät.
Was im ersten Teil dank der reizvollen Kontraste zwischen Familienleben und brutaler Killerwelt noch wunderbar funktioniert hat, zeigt nun erste Abnutzungserscheinungen und rutscht leider zu oft in den Slapstick ab. Einige Kampfszenen werden sogar mit Clownsmusik untermalt, sodass hier offensichtlich mehr auf den Fun-Faktor gesetzt wird. Das ist schade, denn gerade die gewisse Ernsthaftigkeit bei all der überdrehten Action hat mir am ersten Teil so gut gefallen.
Auch Bob Odenkirk nehme ich die Rolle des verkappten Superkillers diesmal nicht mehr uneingeschränkt ab.
Mein persönliches Highlight ist hingegen eine Szene mit Sharon Stone, die durch den Beginner-Track „Das Boot“ unterlegt ist. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet und hat mich fast vom Stuhl gehauen.
Weil „Fun“ aber immer noch für Spaß steht, ist Nobody 2 kein totaler Reinfall geworden. Und das ist ja immerhin die Hauptsache. | |
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 | Hoppers (2026) | | Kommentar von Colonel 18.08.2026 14:11 Uhr | "Hoppers" nimmt sich Avatar zur Vorlage, verpackt die Öko-Botschaft aber in ein ziemlich kindgerechtes Korsett, was dem Film seine Ecken und Kanten nimmt. Der erste Trailer versprach mehr Chaos-Spaß, als der fertige Film am Ende einlöst. Das größte Problem: Hauptfigur Greta Mabel Thunberg nervt dabei mit ihrer betont selbstgerechten Attitüde mehr, als sie inspiriert, auch wenn ihr Engagement im Kern sympathisch gemeint ist.
Etwas schade ist auch das nicht ganz ausgeschöpfte Gagpotenzial. Mehr Slapstick statt intelligentem Spiel mit den Eigenschaften der Tiere. Gegen Ende kippt der Film zudem zunehmend ins Überdrehte. Da wird z.B. ein Hai(di) als lebende Kanonenkugel benutzt und die deplatzierten Body-Horror-Elemente wirken wie mutige, aber letztlich misslungene Versuche, Aha-Momente zu erzeugen.
Pixar selbst überzeugt dagegen wie gewohnt mit erstklassiger Animation und einer frischen, abwechslungsreichen Story. Irgendwie biegt man dann aber falsch ab. Insgesamt reicht das für solide Pixar-Mittelklasse. Kein Ausfall, aber auch kein Highlight. | |
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 | Der Leuchtturm (2019) | | Kommentar von Colonel 18.08.2026 14:08 Uhr | Wie immersiv kann ein Film eigentlich sein? Robert Eggers beantwortet diese Frage mit „Der Leuchtturm“ auf eindrucksvolle Weise.
Zwei Leuchtturmwärter sollen auf einer abgelegenen Insel ihren Dienst verrichten, Schiffe vor den Gefahren der Küste warnen und den Turm instand halten. Doch die Isolation, die harte Arbeit und das zunehmend feindselige Verhältnis der beiden treiben sie immer weiter in den Wahnsinn und ziehen das Publikum dabei gleich mit hinein.
Eggers schafft mit dem beinahe quadratischen Bildformat und den kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern eine beklemmende Atmosphäre, die die Erfahrung der Protagonisten unmittelbar fühlbar macht. Es knarrt, es plätschert, und im Hintergrund jault unablässig das Nebelhorn. Die Halluzinationen verwischen zusätzlich die Grenze zwischen Realität, Rausch und Wahn.
Selbstredend tragen Willem Dafoe und Robert Pattinson mit ihrem intensiven, körperlichen Spiel entscheidend zur Wirkung des Films bei. Die äußere Handlung bleibt dabei bewusst überschaubar. Seine Wirkung bezieht der Film vielmehr aus Atmosphäre, Figurenkonflikt und seinen verstörenden Bildern.
Das Ende ist ebenso tragisch wie verstörend. | |
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 | Hamnet (2025) | | Kommentar von Colonel 18.08.2026 14:06 Uhr | | Chloé Zhao erzählt auch in Hamnet weniger über Handlung als über Atmosphäre, Blicke und körperlich spürbare Trauer. Die fiktionale Verbindung zwischen dem Tod von Shakespeares Sohn und der Entstehung von Hamlet trägt ein sinnliches, bedrückendes Drama über Verlust und Schuld. Jessie Buckley verleiht der mystisch gezeichneten Agnes enorme emotionale Kraft. Paul Mescal bleibt als Shakespeare leider etwas zu sehr im Hintergrund. Im Finale gehen Schauspiel, Inszenierung und Max Richters „On the Nature of Daylight“ dennoch eine derart überwältigende Verbindung ein, dass man Zhao ihre erzählerischen Schwächen gern verzeiht. | |
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