| | | | | | | | | | | |  | The Irishman (2019) | | (NEU) Kommentar von mountie 30.07.2026 02:42 Uhr | Eigentlich wieder eine dieser langgezogenen Netflix-Eigenproduktionen, doch dank Meister Scorsese ein routiniert erzähltes Stück Mafia-Kino.
Man muß tatsächlich Sitzfleisch mitbringen, wenn man sich das Neflix-Epos vom Team Scorsese/De Niro/Pacino/Pesci in einer Sitzung geben will. Definitiv kein Film für zwischendurch, ist die Karriere-Story von Frank Sheeran ein ziemlicher Brocken, wenn es um Laufzeit und Spannungsbögen geht. Denn wo es von ersterem fast zu viel gibt, so gibt es von letzterem eigentlich zu wenig. Die Geschichte wird zwar auf hohem Niveau erzählt und gespielt, doch richtig aufgebaute Höhepunkte sind in der Story so nicht enthalten. Es kommt einem einfachen Nacherzählen, so wie es der gealterte Frank im Seniorenheim tut, schon recht nahe.
Bringt das "The Irishman" somit auf gleiche Höhe wie andere Genre-Größen ala Der Pate und Co.? Nicht ganz, meiner Meinung nach. Denn wo andere Filme zu einer Reihe ausgebaut wurden, oder andere Genre-Vertreter mehr Dynamik hinein brachten, oder wenigstens das eine oder andere Highlight zwischendurch brachten, so setzt The Irishman mehr auf das Gesamtwerk, welches aber mit seinen 209 Minuten Laufzeit, einfach schon mal eine dicke Hürde für Gelegenheitsgucker darstellt.
Technisch und erzählerisch wohl mit das Beste was ich bisher von einer Netflix-Produktion sehen durfte. Leider in seiner Gesamtheit aber etwas trocken dargebracht, und vielleicht aufgeteilt auf 2 oder 3 Teile etwas angenehmer zu gucken. Trotzdem für Liebhaber von GoodFellas, Casino, Der Pate etc. definitiv eine Empfehlung die man höchstwahrscheinlich nicht bereuen wird. Trotz des sperrigen Formats... | |
| | |  | Django und die Bande der Gehenkten (1968) | | Kommentar von mountie 29.07.2026 00:02 Uhr | Was guckt man nicht alles, nur damit man mal die Filmographie seiner Jugend-Helden, mit der Zeit, in seiner Vollständigkeit, gesehen hat... denn nur dann gerät man auch mal an solche Gurken der Filmgeschichte!
Dieser Western aus der frühen Karriere von Terence Hill besitzt für mich nun wirklich kaum positive Aspekte. Einzig möchte ich den Look des Films hervorheben. Hier bekommt der Zuschauer tatsächlich authentisches Italo-Western-Flair präsentiert, und auch Terence Hill macht eine richtig gute Figur im schwarzen Outfit als Django.
Doch damit hatten sich auch schon meine positiven Eindrücke von diesem Machwerk. Auch wenn man von Vertretern dieses Genres nun wahrlich keine große Kinokunst erwartet, so will ich doch wenigstens ansatzweise einen logisch erscheinenden Storybogen sehen, und dies durch eine mindestens annehmbahre Erzählstruktur dargebracht bekommen. Beides ist hier praktisch nicht vorhanden. Böse dreinblickende Männer, die wortkarg lieber Blei sprechen lassen, kann sooooo viel besser umgesetzt werden (story-technisch und cineastisch), wie man es z. B. in solchen Klassikern wie Spiel mir das Lied vom Tod zelebrieren darf. Zu Django und seiner Bande der Gehenkten gibt es, im Vergleich, selbst Amateurfilmchen, die eine schlüssigere und interessante Erzählweise haben.
Da hilft kein T. Hill, da hilft keine stimmige Italo-Western-Atmo, da hilft keine rosarote Genre-Fanbrille, dieser Film machte mir keinen Spaß, war nie wirklich unterhaltsam, und hinterließ bei mir mehr Kopfschütteln als zustimmendes Nicken. Eine herbe Enttäuschung... | |
|  | |  | Lost Girls (2020) | | Kommentar von mountie 27.07.2026 01:22 Uhr | Eine weitere Netflix-Eigenproduktion, die bei mir nicht wirklich zünden kann.
Gründe hierfür ist der so gut wie nicht vorhandene Spannungsbogen, die schlechte Einführung der Figuren, und allgemein ein Storyverlauf, der viel besser in einer True-Crime-Dokumentation aufgehoben gewesen wäre (die, wie ich im Nachhinein feststellte, seit 2025 tatsächlich existiert... und zwar ebenfalls als Netflix-Eigenproduktion). Denn gleich in einem der ersten Screens den Beinamen "An Unsolved American Mystery" anzugeben, ist bei einer Doku ok, doch bei einem Spielfilm ein Problem, da man gleich vorwarnt: Wir werden keine Auflösung liefern!
All dies machte den Film für mich leider zu einem langgezogenen, und unspannenden Stück Crime-Drama, bei dem das Cast sich zwar keine Blöße gibt, aber auch leider wenig gefordert schien. Ohne die spätere Doku-Serie gesehen zu haben, glaube ich wirklich das man dort einen besseren Platz, für das tragische Verschwinden und den Tod von Shannan Gilbert und die weiteren Opfer des Serientäters, gefunden hat. Dieses Drama zog mich jedenfalls nie in seinen Bann, erschuf nie irgendwelche Emotionen, und läßt den Zuschauer einfach unbefriedigt in jeglicher Sparte zurück.
Entweder das Ganze spannender, aber fiktiver aufziehen, oder gleich in die Doku-Schiene damit. So wars leider ein langweiliger Film-Abend... | |
| | | | | | | | |  | Hope (2026) | | Kommentar von Spreewurm 26.07.2026 14:02 Uhr | Cannes 2026
IMDb: 6,9
https://www.imdb.com/de/title/tt27369017/ | |
| | | | | | | | | | | | | | |  | The Dink (2026) | | Kommentar von Spreewurm 25.07.2026 11:49 Uhr | VÖ: 24.7.26: Apple TV
IMDb: 6,2
https://www.imdb.com/de/title/tt33499146/ | |
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