 | Avatar: Fire and Ash (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:36 Uhr | Während Familie Sully noch mit dem Tod von Neteyam zu kämpfen hat, verbündet sich Colonel Quaritch, der nach wie vor hinter Jake her ist, mit Varang, Anführerin des kriegerischen Asche-Volks. Die RDA wiederum hat es vor allem auf Spider abgesehen, der als einziger Mensch die Fähigkeit erlangt, auf Pandora ohne Atemmaske zu überleben...
Zwischen dem ersten "Avatar" und seiner langersehnten Fortsetzung lagen satte dreizehn Jahre, auf "Fire and Ash" mussten wir hingegen nur drei warten. Technisch fällt der Fortschritt daher überschaubar aus und zeigt sich vor allem in einem nochmals gesteigerten Detailgrad. Visuell ist der Film natürlich erneut überwältigend: Die beeindruckende Optik ist ein absoluter Genuss und das unangefochtene Highlight des über drei Stunden ausufernden Abenteuers. Diesen Film muss man im Kino erleben – idealerweise in 3D und HFR! Auch die makellos inszenierte Action überzeugt durchgehend, getragen von exzellenter Kameraarbeit.
Inhaltich macht sich allerdings Ernüchterung breit. Die Reihe tritt spürbar auf der Stelle und wiederholt zu vieles aus den Vorgängern. Zwar sorgen allen voran die Sully-Kids für emotionale Momente, Antagonistin Varang bringt frischen Wind ins Geschehen und auch die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Quaritch und Spider bietet interessante Ansätze, doch der übergeordnete Plot wirkt zunehmend wie eine Pflichtübung. Vor allem das World-Building lässt Kreativität vermissen: Statt neuer Landschaften, Flora und Fauna – also eines klaren Fokus auf "Feuer und Asche" – sehen wir erschreckend wenig von der Heimat des Mangkwan-Clans. Im Prinzip handelt es sich um "The Way of Water 2.5", echte Wow-Momente und Abwechslung bleiben Mangelware.
Einige Entwicklungen wirken konstruiert und unnötig gestreckt, etwa Kiris Schwierigkeiten mit ihrer besonderen Verbindung zu Eywa. Jake wiederum hat mich massiv enttäuscht: Er verhält sich respektlos gegenüber dem Metkayina-Clan, erwägt ernsthaft, seinen Ziehsohn zu erstechen, und ist seinen Kindern ein so miserabler Vater, dass sein Sohn in einer drastischen Szene kurz davor steht, sich das Leben zu nehmen. Auch Varang bleibt letztlich hinter ihren Möglichkeiten zurück – trotz starker Einführung rücken sie und ihr Clan zugunsten von Quaritch und der RDA bald in den Hintergrund. Das wiederholte Entführungs- und Rettungsspiel wirkt zunehmend ermüdend, das wilde Zusammenwürfeln diverser kleiner Handlungsstränge stellenweise konfus. Zusätzlich empfand ich den esoterisch-religiösen Überbau mit seinen permanenten "Kalendersprüchen" als etwas anstrengend.
Trotz all dieser Kritikpunkte funktioniert "Avatar 3" insgesamt noch immer. Bei der Bewertung müssen deutliche erzählerische Mängel gegen wuchtige Action und herausragende visuelle Brillanz aufgerechnet werden – allerdings mit spürbarem Punktabzug gegenüber dem Vorgänger (8/10 Punkten). Mein Fazit: Solch spektakuläres Effektkino sieht man nicht oft, weshalb ein Kinobesuch dringend zu empfehlen ist! Die lange Laufzeit fällt abgesehen von kleinen Längen kaum negativ ins Gewicht – ganz im Gegensatz zu der wenig originellen Geschichte. Eine Schwäche der "Avatar"-Reihe, die sich leider immer deutlicher herauskristallisiert.
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| | |  | Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:25 Uhr | Die 80-jährige Marie, unheilbar an Krebs erkrankt, möchte ihr Leben selbstbestimmt beenden. Pfleger Rudy soll sie in ihrem alten Wohnmobil dafür in die Schweiz fahren. Ihr Sohn und ihre Enkelin schließen sich der Reise an – in der Annahme, dass es dabei um den Antritt eines großen Erbes geht...
Als Tragikomödie über Sterbehilfe balanciert der Film größtenteils recht souverän zwischen typischen Roadmovie-Elementen, pointierten zwischenmenschlichen Konflikten und nachdenklichen Momenten. Eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem sensiblen Thema des krankheitsbedingten Freitods bleibt zwar aus, dafür konzentriert sich "On Ira" (O-Titel) auf klassische Geheimnisse, Missverständnisse und die Dynamiken innerhalb einer dysfunktionalen Familie. Das sorgt immer wieder für humorvolle Situationen, mich persönlich konnte der Streifen jedoch leider nicht wirklich packen. Mitunter habe ich mich ein wenig gelangweilt, das gewisse Etwas fehlte. Als einigermaßen vergnügliche Auseinandersetzung mit einem delikaten Thema ist "Bon Voyage" ganz okay – mehr aber auch nicht.
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| | |  | Therapie für Wikinger (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:21 Uhr | Nach 15 Jahren wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Sein geistig beeinträchtigter Bruder Manfred sollte für ihn die Beute eines Raubüberfalls verstecken, hält sich inzwischen jedoch für John Lennon und will sich partout nicht erinnern, wo das Geld vergraben ist. Sein Psychiater Lothar schlägt vor, die Beatles wieder zu vereinen – mit weiteren an dissoziativer Identitätsstörung leidenden Patienten...
Wie bei Anders Thomas Jensen üblich, steckt in "Den Sidste Viking" (O-Titel) deutlich mehr, als eine kurze Inhaltsangabe widerspiegeln kann. Der komplexe Stoff pendelt zwischen Geschwisterdrama, schwarzer Komödie und Thriller-Groteske und wird von einer als Metapher dienenden Animationssequenz über einen Wikingerstamm gerahmt. Die Figuren sind schräg, um nicht zu sagen kaputt, werden aber ernst genommen und verfügen fast durchweg über erstaunliche Tiefe. Der Humor ist schroff und funktioniert am besten dort wo er sich am Schmerz reibt – was ebenso wenig jedermanns Sache ist wie die teils heftigen Gewaltspitzen. Diese bringt vor allem Ankers früherer Komplize Flemming ins Spiel, der es ebenfalls auf die Beute abgesehen hat. Ein Handlungsstrang, den es gar nicht unbedingt gebraucht hätte. Insgesamt habe ich bei der Geschichte einen schärferen Fokus vermisst; an die Wucht des grandiosen "Helden der Wahrscheinlichkeit" reicht der Film leider nicht heran. Mads Mikkelsen spielt wie üblich grandios, Nikolaj Lie Kaas liefert den passenden Bruder-Kontrast – ihre ungewöhnliche Bindung zueinander ist der Stützpfeiler der wahnwitzigen Story. Fazit: Der dänische Regisseur Jensen bleibt seinem Muster treu, originelle Szenarien mit menschlichen Abgründen zu verbinden. Wer seine bisherigen Werke kennt und skurril bitterböse Genremischungen mag, wird sich auch mit "Therapie für Wikinger" anfreunden können.
"Eine ldee ist nicht einfach nur eine Idee. Du brauchst die Logistik und du brauchst die Menschen die dir dabei helfen und Du brauchst einen Plan um's durchzuziehen!"
"Also ein bisschen wie beim Holocaust? DANN BIN ICH RAUS!!!"
"Äh, nein, IKEA wäre das bessere Beispiel."
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| | |  | Samuel (TV-Serie) (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:13 Uhr | Der 10-jährige Samuel steht kurz vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule. In einem Jahr voller Veränderungen schreibt er seine Träumereien, Gefühle und Probleme in ein Tagebuch – vor allem seine Gedanken an "die große Julie", in die er verliebt ist...
Die 21-teilige französische Coming-of-Age-Animationsserie "Samuel" besteht überwiegend aus Episoden mit einer Laufzeit von etwa 4-5 Minuten und wurde bei ARTE zu einer Langfassung zusammengeschnitten. Anhand von Samuels Tagebucheinträgen erleben wir viele kleine Alltagsgeschichten aus seinem Leben. Es geht um Freundschaften, Ängste, die Wirren der ersten Liebe und vieles mehr. Dass eine einzige Sprecherin allen Figuren ihre Stimme leiht, mag zunächst ebenso irritieren wie der minimalistisch gehaltene, fast schon skizzenhafte bis krakelige Schwarz-Weiß-Zeichenstil mit seinen wabernden Linien. Doch Samuels emotionale Welt wird einem mit so viel Wärme, Genauigkeit, Humor und einer Prise Melancholie näher gebracht, dass der Junge einem schnell ans Herz wächst. Am Ende möchte man unbedingt wissen, wie es mit ihm und seinem Umfeld weitergeht. Besonders gefallen hat mir der Einsatz von Musik und kleinen Tanzeinlagen, unpassend fand ich hingegen die eingefügten Realfilmaufnahmen (kommen zum Glück nur zweimal kurz zum Einsatz) und dass die Tagebucheinträge nicht nur zu hören sind, sondern zusätzlich in geschriebener Form eingeblendet werden. Unterm Strich vermag es die einfache, aber unverwechselbare Optik, das turbulente Gefühlsleben des Protagonisten erstaunlich ausdrucksstark einzufangen. Auch wenn man merkt, dass es sich um viele kurze Serienfolgen handelt, kann ich diese vielschichtige Auseinandersetzung mit der Lebensphase zwischen Kindheit und Jugend absolut empfehlen. Interesse? Dann einfach bei YouTube nach "samuel arte" suchen – dort gibt es eine Playlist mit sämtlichen Folgen und auch der Langfassung!
"Ich finde, ich werde nicht genug beachtet. Ich bin nicht egoistisch, aber ein Kind. Man muss sich um mich kümmern, sonst könnte ich sterben."
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| | |  | Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:06 Uhr | Eva ist verheiratet und hat zwei Kinder im Teenageralter. Ein Flirt auf einer Geschäftsreise weckt in der 50-Jährigen den Wunsch, sich noch einmal neu zu verlieben. Sie verlässt ihren Ehemann und wagt sich in die bunte Welt des (Online-)Datings – erfindet aus Angst vor Unverständnis jedoch parallel einen angeblichen Liebhaber...
Die Neuorientierung einer Frau mittleren Alters, die Suche nach sich selbst und danach, was man im Leben eigentlich will – das sind die zentralen Themen dieser romantischen Dramödie. Mit Urteilen und dem Aufzeigen des "einen, richtigen Weges" hält sich der spanische Film angenehm zurück. Leider ist er stellenweise zäh und inhaltlich wenig interessant. Zudem ist die Gewichtung der Screentime bei den Figuren für meinen Geschmack falsch verteilt (zu wenig Familie, zu viele bedeutungslose Bekannte) und auch unglaubwürdig wird es ab und an. Dafür überzeugt die charismatische Hauptdarstellerin Nora Navas mit ihrer expressiven Mimik auf ganzer Linie. Die Absurditäten der modernen Partnersuche und Evas Lügenkonstrukt werden ein ums andere Mal pointiert entlarvt. Für humorvolle Situationen, die zum Schmunzeln einladen, ist also gesorgt. Fazit: Hängen geblieben sind bei mir vor allem die starke Hauptfigur und einige amüsante Szenen. Davon abgesehen sticht "Mi Amiga Eva" (O-Titel) allerdings nicht besonders hervor.
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| | |  | Clifford der große rote Hund (2020) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 19:00 Uhr | Der kleine rote Welpe Clifford wächst über Nacht auf gigantische Größe heran und stellt das Leben der 12-jährigen Emily Elizabeth ordentlich auf den Kopf. Als ein skrupelloser Unternehmer auf den riesigen Vierbeiner aufmerksam wird, beginnt eine wilde Hatz quer durch New York City...
Die Adaption einer Kinderbuchreihe entpuppt sich als amüsant turbulente Abenteuerkomödie und als fluffiger Spaß für Kids. Die Darsteller*innen machen ihre Sache ordentlich, der nette Humor samt Slapstick-Einlagen tut niemandem weh und der tapsige Riesenwelpe ist für Hunde-Liebhaber*innen ein putziger Herzwärmer. Wie so oft bei Produktionen mit den Kleinsten als Zielgruppe, können mich die generische Geschichte, der blasse Bösewicht, die teils albernen Momente und der nicht immer überzeugend animierte Titelheld, leider nicht begeistern. Unabhängig davon, dass mir eine Riesenkatze lieber gewesen wäre, fehlen Clifford zudem interessante Wesenszüge, die über "süß" und "tollpatschig" hinausgehen. Der Film bleibt eben sehr oberflächlich – sowohl bei der Lösung seiner Konflikte als auch bei der einfachen, mit dem Holzhammer vorgebrachten Moral. Unterm Strich ein durchaus vergnüglich sympathischer, letztlich aber recht belangloser Streifen, bei dem ich mich am meisten über die Nebenrolle von John Cleese und den "Bigger on the Inside" Spruch gefreut habe – Doctor Who lässt grüßen. ;)
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| | |  | Kein Weg zurück (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:55 Uhr | 2014: Der ehemalige Berufssoldat Christian sucht in Syrien seinen 17-jährigen Sohn Adam, nachdem dieser sich der Terrororganisation IS angeschlossen hat. Um an ihn heranzukommen und ihn zurückzuholen, gibt sich sein Vater selbst als "Kämpfer gegen die Ungläubigen" aus...
Was ist schlimmer als religiöse Menschen? Fanatische religiöse Menschen, die ihren Glauben vorschieben, um Willkür, Gewalt, Krieg und Terror zu rechtfertigen. Die Frage nach den Gründen, warum sich tatsächlich Jugendliche aus wohlbehüteten Verhältnissen diesem geisteskranken Wahnsinn anschließen, ist berechtigt und durchaus spannend. Näher beleuchtet, etwa indem man versucht die Verführungsmechanismen des radikalen Islamischen Staates offen zu legen, wird diese Frage hier nicht. Daher bleiben sowohl Adams Motive weitestgehend im Dunkeln als auch die eigenartige Antriebsfeder seines Vaters.
!!! SPOILER ANFANG !!!
Der Film will uns vermitteln, dass Christian wirklich alles tut, um seinen Sohn nach Hause zu bringen. Er exekutiert dafür auch kaltblütig einen Menschen und knockt Adam aus, um ihn gegen seinen Willen zu verschleppen. Nur um ihn dann, als er erwacht, einfach wieder zurückgehen zu lassen. Abspann. Dieses Ende ist dermaßen bescheuert und absurd, dass ich nur mit dem Kopf schütteln konnte.
!!! SPOILER ENDE !!!
Positiv kann ich eigentlich nur die paar wenigen intensiven Vater-Sohn-Momente hervorheben. Ansonsten ist "Vejen hjem" (O-Titel) mal langweilig, mal nervig (mit all dem dummen Religions-Nonsens), bietet dank karger Landschaften und zerbombter Orte optisch absolut nichts Interessantes und lässt den Zuschauer über weite Teile ziemlich unberührt.
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| | |  | Vanguard - Elite Special Force (2020) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:49 Uhr | Eine arabische Terrororganisation versucht den chinesischen Geschäftsmann Qin Guoli zu entführen, was die private Sicherheitsfirma Vanguard unter der Leitung von Tang Huanting gerade noch verhindern kann. Nun nehmen Söldner Qins Tochter Fareeda ins Visier und eine Hatz um den halben Globus beginnt...
So wirklich warm werde ich mit asiatischen Filmproduktionen selten, doch wenn Jackie Chan an Bord ist, riskiere ich gerne mal einen Blick. Leider ist die Martial Arts Ikone etwas in die Jahre gekommen (zum Zeitpunkt des Filmdrehs war Chan 65!) und überlässt die Action-Bühne hier größtenteils seinen jüngeren Kolleg*innen. Für einige kleine Prügeleinlagen reicht es bei ihm zum Glück trotzdem noch, ansonsten spielt er eher den Mentor im Hintergrund. Genug Rambo Zambo bietet der Streifen definitiv. Bleihaltige Schießereien, coole Fights, Verfolgungsjagden mit irren Stunts – das Tempo ist hoch, die Action kreativ, die vielseitigen, internationalen Schauplätze bieten erfrischend viel Abwechslung. All das überdeckt zum Teil den eher uninteressanten Plot und die vielen blassen Charaktere. Emotional gepackt wird man nie, spannend wird es kaum. Die wenigen humorvollen Slapstick-Momente wirken nicht immer passend und die plumpe China-Propaganda irritiert zuweilen. Dass "Vanguard" am Ende zu einem Dubai-Werbefilm mutiert, stößt ebenfalls sauer auf. An den mäßigen, viel zu häufig eingesetzten CGI-Effekten werden sich garantiert viele stören. Ich bin da weniger empfindlich, doch die ständig auffallende Künstlichkeit der Bilder lässt die hochtourige Actionthrillerkomödie bedauerlicherweise etwas billig und austauschbar erscheinen. Unter'm Strich bleibt es trotz allem kurzweiliges Action-Kino aus China, bei dem man einige Abstriche bei der Qualität machen muss. Sicherlich nicht Jackie Chans bestes Werk.
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| | |  | Pumuckl und das große Missverständnis (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:43 Uhr | Schreinermeister Florian Eder zieht es gemeinsam mit seinem Kobold aufs Land. In den Ort, in dem Burgi noch immer seine alte Ausbildungswerkstatt leitet, sich nun aber allmählich zur Ruhe setzen möchte und Eder als ihren Nachfolger auserkoren hat. Pumuckl passt das freilich ganz und gar nicht...
Im Gegensatz zum letzten Kinoausflug des vorlauten Kobolds handelt es sich hier nicht bloß um den Zusammenschnitt mehrerer Serienfolgen, sondern um ein gänzlich neues, exklusiv für die große Leinwand erdachtes Abenteuer. Dabei setzen die Macher – wie schon in der Serie – nicht auf großes Spektakel, sondern auf kleine, zwischenmenschliche Episoden. Diese sind mit viel Herz und Humor, herrlich bayerischer Mundart, aber eben auch mit einer gewissen Gemächlichkeit inszeniert. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten funktioniert das erstaunlich gut, vor allem da mich einige der Nebenfiguren am Ende absolut positiv überrascht haben. Der gewohnt chaotische Charme des Pumuckls bleibt einmal mehr erhalten und sowohl die wunderschönen Animationen des kleinen Quälgeistes als auch seine mittels KI auf Hans Clarin gepimpte Stimme schaffen ein wohliges Nostalgie-Gefühl. Dazu kommt ein herziger Humor, der mich oft so richtig schön zum Lachen bringen konnte. Und doch ist die Komödie nicht frei von Kritik. Das lose Mundwerk des Kobolds wirkt immer mal wieder zu brav, nicht frech genug, außerdem klingt er stimmlich manchmal so als hätte er einen Schlaganfall gehabt.. Zudem verhält er sich ein- bis zweimal charakteruntypisch, was zumindest irritiert. Die Location nahe den Bergen hätte man perfekt für tolle Panoramen nutzen können, doch dieses Potenzial bleibt ungenutzt. Und dass Florian Brückner mit der herrlichen Art des unvergessenen Gustl Bayrhammer nicht mithalten kann, macht sich leider ebenfalls bemerkbar. Immerhin ist Frau Stürtzlinger kurz zu sehen – da lacht das Fan-Herz. Alles in allem macht die Mischung aus Trick- und Realfilm definitiv Spaß, wurde sichtbar mit Herz inszeniert, wird durchaus auch mal emotional und der Pumuckl sorgt für genügend Lacher, so dass man den Machern so manche kleine Schwäche verzeihen kann.
"Schau, schau, wia's renga tuat... I hab koa Rast, i hab koa Ruah, mei oanzige Freud bist du, mei Bua!"
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| | |  | Seized - Gekidnappt (2020) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:35 Uhr | Ein fieser Kartellboss entführt den Sohn des ehemaligen Special-Forces Agenten Nero und zwingt ihn mit Hilfe dieses Druckmittels, konkurrierende Verbrechersyndikate auszuschalten...
Martial Arts Experte Scott Adkins in der Hauptrolle? Da weiß man natürlich worauf die Sache hinausläuft, auf jede Menge wilde Schießereien und physische Nahkampf-Action. Und diesbezüglich bekommen Adkins-Fans auch durchaus solide Unterhaltung geboten. Inszenatorische Finesse oder allzu viele neue Ideen gibt es zwar nicht zu vermelden, aber die kompromisslose Action bewegt sich auf absolut akzeptablem Niveau. Das Drehbuch ist hingegen ziemlich vergessenwert. Die 08/15 Story hat man so ähnlich schon zig mal gesehen, die Dialoge der einfach gestrickten Figuren sind alles andere als ausgefeilt und schauspielerische Höchstleistungen legt hier niemand auf's Parkett. Man bekommt einfach okaye B-Movie-Action und (leider) nicht mehr.
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| | |  | Sisu: Road to Revenge (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:32 Uhr | 1946: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Landesgrenzen neu gezogen und Aatamis Haus, in dem seine Familie ermordet wurde, liegt plötzlich auf russischem Gebiet. Er kehrt dorthin zurück um sein Haus Stück für Stück ab- und auf sicherem Grund wieder aufzuzubauen. Doch auf dem Rückweg zur finnischen Grenze wird er von Igor Draganov und seinen Schergen gnadenlos gejagt. Also dem Mann, der einst seine Frau und Kinder getötet hat...
Der Ex-Soldat mit den schier unbegrenzten Leidens- und Überlebensfähigkeiten ist zurück und sorgt erneut für völlig überzogene, teils schon comic-artige Hochglanz-Action und ein spaßiges Gemetzel – diesmal unter den Sowjets. Und wie schon Indiana Jones gezeigt hat: Russen geht die ikonische Bedrohlichkeit von Nazis leider ein bisschen ab. Überhaupt konnte mich "Road to Revenge" insgesamt leider nicht ganz so überzeugen wie der Vorgänger (6/10 Punkten, mittlerweile eher 7/10). Sicherlich ist es erneut eine Freude wie der unkaputtbare Aatami sich untermalt von einem erneut treibenden Score durch seine Gegner schnetzelt und wie der Action-Wahnsinn mitunter ins kreativ Absurde aufgedreht wird. Da gibt es immer wieder spektakuläre Setpieces, abgefuckt amüsante ldeen und rabiat-kompromisslose Gewalteskapaden. Manche Story-Momente bzw. Charakter-Handlungen fand ich allerdings nicht schlüssig, manche Actionszenen waren mir zu drüber und Stephen Lang überlässt mir persönlich viel zu lange das Jagen (und Sterben) seinen gesichtslosen Lakaien. Fazit: Als überzogener Over-the-Top-Actiontrash ist "Sisu II" definitiv einen Blick wert, für mich persönlich ist der Vorgänger aber einfach der beeindruckendere Film.
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| | |  | Make Me Feel (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:26 Uhr | Als ihr Ehemann Tito nach einem Unfall im Koma liegt, lässt sich Ella auf eine neuartige, riskante Methode ein, die sie in sein Unterbewusstsein eintauchen lässt. Dort lebt Tito im Traum seine unverfilmten Drehbücher nach und kann sich in seinen Rollen an Ella nicht erinnern...
Mit jedem Traum erleben Ella und damit auch die Zuschauer ein anderes Genre: Mal ist es ein Gangsterfilm, dann ein Western, eine WW2-Story oder auch ein waschechtes Piratenabenteuer. Unterschiedliche Rollen, verschiedenste Geschichten – das hätte im Rahmen der durchaus interessanten Grundidee ein abwechslungsreicher Spaß werden können. Doch selbst wenn man das geringe Budget und die damit bescheidenen Möglichkeiten mit einbezieht, kackt die Sci-Fi-Drama-Romanze leider ziemlich ab. Das Potenzial wird nämlich leider nicht genutzt, die Träume sind nicht einfallsreich/verrückt genug, die Umsetzung ist bieder bis langweilig, die schauspielerischen Leistungen teilweise zum Fremdschämen schlecht, ebenso die beängstigend hölzernen Dialoge. Aber was soll man von einem Regisseur (Timur Örge) erwarten, der mit solchen Weisheiten glänzt: "Ich mein der Traum eines jeden Filmemachers, grundsätzlich, is' ja immer irgendwie Film zu machen!" Danke Captain Obvious! :D Fazit zum Film: Spart Euch diesen "Inception" für Arme!
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| | |  | Eddington (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:20 Uhr | Mai 2020 in einer Kleinstadt in New Mexico: Sheriff Joe Cross hat für die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen kein Verständnis und gerät darüber mit Bürgermeister Ted Garcia aneinander. Als Joe beschließt, in der bevorstehenden Wahl selbst als Bürgermeister zu kandidieren, droht ihr Streit zu eskalieren...
Ich gebe ja in der Sneak (fast) jedem Film eine faire Chance, aber es muss halt auch irgendwann der Punkt kommen an dem der Streifen mich packt und mein Interesse weckt – bei "Eddington" kam dieser Punkt leider nicht. Was ehrlich gesagt dazu führte dass ich im Mittelteil einige Stellen nicht mitbekommen habe, da meine Augenlider zeitweise der Schwerkraft zun Opfer fielen. Was dann wiederum dazu führte dass ich der leicht schwarzhumorigen, wirren und merklich überfrachteten Neo-Western-Drama-Thriller-Groteske nicht mehr gut folgen konnte. Schon klar, hier soll ein komplexes Gemengelage beschrieben werden, aber meiner Meinung nach wirken nicht wenige Szenen zusammenhanglos oder konfus und die diversen Themen (Covid, BLM, Verschwörungstheorien, Sekten, Rassismus, Rechts-und Links-Populismus, Waffengewalt etc. etc.), die reingeworfen und genau wie einige überflüssige Nebenfiguren irgendwie nie vertieft werden, führen kaum zu erhellender Reflexion bzw Erkenntnissen. Das abgefahrene, bleihaltige Finale mit seiner expliziten Gewaltdarstellung macht zwar einigermaßen Laune und den namhaften Darsteller*innen kann man definitiv keinen Vorwurf machen, aber das unstrukturierte, sperrige Drehbuch mit seinen vielen unklar abgefrühstückten Themen war einfach nicht mein Fall.
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| | |  | Die Geschichte der Menschheit - leicht gekürzt (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:14 Uhr | 2050: Außerirdische finden die mit der berühmten "Golden Record" ins All geschickte Voyager und spielen die Informationen auf der Disk ab. Dr. Friedle von der NASA fasst dabei wichtige Erkenntnisse der menschlichen Zivilisationsgeschichte zusammen...
Der inoffizielle "Sketch History" Kinofilm wirkt tatsächlich größtenteils einfach wie eine XXL-Ausgabe der Ende Dezember nach 6 Jahren Pause zurückgekehrten TV-Show. Hier zwar mit einer durch Christoph Maria Herbst verkörperten erzählerischen Klammer und Rahmenhandlung versehen, ansonsten aber (leider) ohne größere Ambitionen, das Medium Film tatsächlich auszunutzen oder gar neue Wege zu gehen. Tatsächlich sind zwar viele der Einzelepisoden ganz nett geraten, gelungene Ausreißer nach oben finden sich dabei jedoch nicht und oft wirkt der Humor entweder zu platt oder ziemlich eingestaubt und unkreativ. Dabei kommen durchaus einige Schmunzler herum, für echte Lacher reicht das aber nicht. Der Cast, bei dem sich prominente Namen die Klinke in die Hand geben (Pastewka, Kebekus, Jaenicke, Ochsenknecht, Giermann, Kavanian u.v.m.), ist natürlich eine Wonne und die Kulissen sowie die Kostüme (plus manchmal auch die Effekte) sind abwechslungsreich und angenehm hochwertig ausgefallen. Wäre der Humor bissiger und origineller ausgefallen, auch weniger albern an manchen Stellen, und würden die Sketche nicht immer wieder viel zu sehr ausgewalzt werden, hätte ich als Fazit wohl nicht den Eindruck dass die humoristische Aufarbeitung der Menschheitsgeschichte im kleinen TV-Format deutlich besser aufgehoben ist.
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| | |  | The Change (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:09 Uhr | An ihrem 25. Hochzeitstag lernen Ellen und Paul die neue Freundin ihres Sohnes kennen. Liz fiel als Studentin mit einer besorgniserregenden, antidemokratischen Abschlussarbeit negativ auf und hat ihre faschistischen ldeen mittlerweile in einem Buch veröffentlicht. Ihre (radikale) Anhängerschaft wächst unaufhörlich und somit beginnt sich das Land almählich drastisch zu verändern...
Dass demokratische Werte und gesellschaftlicher Frieden keine Selbstverständlichkeit sind, zeigt sich aktuell mehr denn je. Die Wahlerfolge der AfD, die schockierende Politik eines Trump und seiner MAGA-Bewegung – da kann einem schon Angst und Bange werden. "Anniversary" (O-Titel) konzentriert sich auf eine Großfamilie (neben dem Sohn haben Ellen und Paul noch drei Töchter) und lässt uns einigen Familienfeiern im Zeitraum von 5 Jahren beiwohnen. Die gesellschaftlichen Veränderungen bekommen wir fast ausschließlich am Rande mit, ein faszinierender Ansatz, denn der Fokus liegt auf dem Niedergang einer einzelnen Familie. Das sorgt dafür dass die Handlung anfangs etwas schleppend voran kommt, aber anschließend auch für einen richtig guten Spannungsaufbau. Die zunehmend ungemütlicher werdenden Gespräche, die gereizte Stimmung, die Manipulationen, die Auswirkungen der Verfolgung Andersdenkender – es schmerzt richtig mit anzusehen wie das Familiengefüge nach und nach auseinanderbricht. Das alles wird getragen von einem sehr guten Schauspiel-Ensemble, allen voran Diane Lane als Ellen. Den ein oder anderen Handlungsstrang hätte man in meinen Augen vertiefen können und es gibt auch einige Situationen in denen mir das Verhalten der Personen nicht ganz einleuchtete, trotzdem kann ich "The Change" nur jedem eindringlich empfehlen, der erleben möchte wohin autoritäre politische Tendenzen am Ende des Tages führen können.
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| | |  | Black Phone 2 (2025) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 18:03 Uhr | 1982: Vier Jahre nachdem Finney einen als Greifer bekannten Serienmörder getötet hat, wird seine Schwester Gwen von Träumen über grausame Geschehnisse in einem alten christlichen Jugendlager geplagt. Sie fahren schließlich gemeinsam hin und müssen feststellen, dass der Greifer auch aus dem Jenseits noch eine große Gefahr darstellt...
Ich hörte von der Fortsetzung und dachte mir: Wieso!? "The Black Phone" bot doch ein rundes, abgeschlossenes Ende, insbesondere für die Figur des Greifers. Ich sah den Trailer und dachte mir dasselbe. Als ich den Film gesehen habe dachte ich mir ebenfalls dasselbe. Aber es ist wie es ist, der Greifer kehrt als Freddy Krueger Verschnitt aus der Hölle zurück um Jugendliche in einem verschneiten Camp Crystal Lake zu meucheln.. Die offensichtlichen Anleihen insbesondere bei der Nightmare-Reihe fand ich irgendwann schon recht amüsant bis dreist, auch wenn man lobend erwähnen muss dass die Macher zumindest nicht bloß das Konzept des Erstlings kopieren, sondern ganz andere (wenn auch wenig originelle und stark abgekupferte) Pfade beschreiten. Mason Thames steht übrigens nicht mehr im Fokus, da die seherischen Fähigkeiten seiner Filmschwester (erneut gut gespielt von Madeleine McGraw) nun Dreh- und Angelpunkt der Story sind. Mit einem komplett neuen Antagonisten wär das vielleicht auch cool gewesen, aber die sehr konstruiert wirkende Rückkehr des Greifers, das passte für mich nicht 100%ig. Dass seine neuen Freddy-Fähigkeiten und die enthüllten Verbindungen zur Mutter von Finney und Gwen etwas bemüht sind, zeigen schon die viiielen etwas hölzernen Erklärbär-Gespräche, bei denen man so manches einfach hinnehmen muss, ohne näher darüber nachzudenken. Ist "Black Phone II" demnach nur ein überflüssiges, unnötiges Sequel? Jein, denn inszenatorisch ist der Streifen durchaus stark. Zwar wirkt insbesondere das Sounddesign diverse Male schon fast manipulativ spannungssteigernd, aber zusammen mit dem Wechsel von Realität und grobkörnigen Traumsequenzen samt knarzender Tonspur (ein bisschen im Stile alter Heimvideos), dem stimmungsvollen Schneelandschafts-Setting, den guten Darsteller*innen sowie einigen krassen Gewaltspitzen gerät der Horrorthriller phasenweise erstaunlich wirkungsvoll. Unser Sitznachbar im Kino hat sich an einer Stelle wunderbar heftig erschreckt, das spricht ja auch für den Film. :D Schade nur dass er etwas zu lang geraten ist und an manchen Stellen zu repetitiv und behäbig wirkt – eine Straffung hätte der Handlung gut getan. Fazit: Das Niveau des Vorgängers erreicht "Black Phone II" nicht, inszenatorisch ist er aber ziemlich gut gelungen. Zwal etwas zu lang, nicht frei von Logikfehlern (z.B. fragt mar sich wieso zum Henker dort im Camp direkt am See eine Telefonzelle steht..) und zu sehr bei bereits bestehenden Horrorklassikern abkupfernd, doch mit seiner unheimlichen bis verstörenden Atmosphäre alles andere als komplett misslungen. Größtes Problem ist halt die Tatsache dass es nach Teil 1 keine Fortsetzung gebraucht hätte und den Gedanken konnte zumindest ich nicht ablegen. Kleine Randnotiz: Das Kiffen hätte echt nicht sein müssen.. #Punktabzug!
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| | |  | Ricky Stanicky (2024) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 17:53 Uhr | Seit vielen Jahren nutzen die drei Freunde Dean, JT und Wes einen fiktiven Freund als Ausrede und Sündenbock. Doch dann werden ihre Partner*innen misstrauisch und die Freunde engagieren einen abgehalfterten Schauspieler als Ricky Stanicky. Dieser wirbelt das Leben der Clique gehörig durcheinander...
Anfangs hatte ich noch die Befürchtung dass diese Komödie zu platt und niveaulos wird, dass John Cena bloß einen nervigen Versager spielt und dass außer plump-peinlichen Gags nichts aus dem Streifen zu holen ist. Aber was soll ich sagen, ich hatte dann doch meinen Spaß. Gibt es langweilige und billige Gags? Ja, durchaus, aber es gibt eben auch genug Situationen bei denen ich echt lachen musste und spätestens wenn sich Cenas Figur die Rolle des Stanicky vollkommen zu eigen macht und damit sogar (bei dem wunderbaren William H. Macy) überraschend die Karriereleiter hochstolpert, merkt man dass die Figur doch interessanter und weit weniger anstrengend angelegt ist als zunächst befürchtet. Insgesamt eine solide Komödie ohne Tiefgang, deren Laufzeit zügig vergeht und die man sich absolut mal geben kann.
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| | |  | Samaritan (2020) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 17:50 Uhr | Vor 25 Jahren verschwand Superheld Samaritan nach einem epischen Kampf gegen seinen bösen Bruder Nemesis. Der 13-jährige Sam glaubt ihn in seinem Nachbarn Joe erkannt zu haben. Als der finstere, zur Anarchie aufrufende Cyrus die Stadt ins Chaos stürzt und Sam in Gefahr gerät, muss sich Joe aus der Deckung begeben und eingreifen...
Sly Stallone als grummelig-stoischer Einzelgänger mit Superhelden-Vergangenheit trifft auf hartnäckig-cleveren Jungen – das funktioniert als sympathisches Duo tatsächlich ganz gut. Dazu die regnerisch-triste Großstadt Marke Gotham City, die für ordentlich Atmosphäre sorgt, einige ansehnliche Actionszenen, später ein überraschender Twist und gelungenes Comic-Feeling – für grundsolide Unterhaltung genügt das allemal. Mehr aber leider auch nicht, denn der Erzählfluss ist holprig, die 12er Freigabe dämpft den Impact der Kämpfe, der Bösewicht ist äußerst flach geraten, alles wirkt irgendwie aus der Zeit gefallen und wie eine recht lieblose Aneinanderreihung von Versatzstücken. Kurz gesagt: Die Inszenierung und die Story wirken nie wirklich stimmig, da hätte man deutlich mehr draus machen können. Und doch: "Samaritan" hat einen gewissen Charme und lässt sich trotz aller zweifellos vorhandenen Defizite ganz gut wegschauen.
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| | |  | The Lost King (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 17:46 Uhr | Nach dem Besuch einer Aufführung von Shakespeares "Richard III." begibt sich Philippa Langley auf die Suche nach den sterblichen Überresten des in ihren Augen zu Unrecht als Thronräuber verrufenen Königs. Eine Spur führt sie zu einem Parkplatz mitten in der Stadt Leicester...
Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der Film von einer verletzlichen, aber auch selbstbewussten Frau, die mit großer Beharrlichkeit und entgegen aller Widerstände (sie wird ständig belächelt und unterschätzt) ihrer Obsession für den ehemaligen englischen König folgt. Rehabilitation seines schlechten Rufes und die Möglichkeit Richard dem 3. die letzte Ehre zu erweisen, treiben sie dabei an. Sally Hawkins gibt eine sympathische Hobbyhistorikerin, die immer wieder vom Geist des Königs "heimgesucht" wird, was sie nicht nur in den Augen ihrer Familie etwas verrückt erscheinen lässt. Für mich persönlich hätte es diese Erscheinungen wirklich nicht gebraucht, aber davon abgesehen überzeugt die nette kleine Story neben den hervorragenden Darsteller*innen vor allem mit typisch britischem Humor und der bewegenden Inszenierung, die stets den Respekt sowohl vor Langleys Arbeit als auch vor dem verstorbenen König wahrt. Unter'm Strich ein nett-kurzweiliges und auch amüsantes Außenseiter-Drama, dessen wahrer Hintergrund absolut fasziniert.
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| | |  | The Communion Girl (2022) | | (NEU) Kommentar von Tiuri7 02.08.2026 17:41 Uhr | 1987: Sara und ihre beste Freundin Rebe feiern ausgelassen in einem Nachtclub außerhalb ihres Wohnortes und lassen sich auf dem Rückweg von zwei Jungs mitnehmen. Im Wald glaubt Sara ein kleines Mädchen gesehen zu haben und findet eine Puppe, die sie mit nach Hause nimmt. Fortan scheinen die Vier verflucht zu sein und das Böse ist hinter ihnen her...
Geisterfluch-Horror von der Stange – so lautete bereits mein Urteil zu "Lloronas Fluch", welches ich auch dem "Communion Girl" attestieren kann. Statt der üblichen Frau im Hochzeitskleid ist es hier ein Mädchen im Kommunionskleid, macht aber praktisch keinen Unterschied. Es gibt den Priester, der mehr weiß als er sagt, es gibt wie üblich eine Schluss-Pointe (zugegeben die einzig wirklich gruselige Szene..) und natüüürlich darf auch eine unheimliche Puppe nicht fehlen. Puuh, absolut gar nichts ist an diesem Film besonders, er bietet NULL Originalität, stattdessen ein ödes Klischee nach dem anderen. Die Inszenierung ist einigermaßen okay, aber da man hier NICHTS Neues geboten bekommt und ich das immer und immer wieder identische Abspulen des Genre-Standardprogramms echt nicht mehr sehen kann, muss ich knallhart bewerten. Der Streifen ist höchstens was für Menschen die noch nie einen Geistergrusler gesehen haben.
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