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 | Emil und die Detektive (2026) | | Kommentar von Colonel 05.10.2026 13:01 Uhr | Einmal in den Generation-Alpha-Mixer geworfen, ein paar Jugendwörter des Jahres-Kandidaten reingedrückt, etwas Diversität dazu und fertig ist die x-te Neuauflage von Erich Kästners Klassiker: Der zwölfjährige Emil wird auf der Zugfahrt gen Berlin beklaut und macht sich dort angekommen mithilfe neuer Freunde auf die Jagd nach dem Gauner.
Ganz klar, das hier ist reines Kinderkino. Logische Brüche sollte man tunlichst ignorieren und sich stattdessen einfach mit den Jungdetektiven durch die Hauptstadt treiben lassen. Diese Stadtrallye kommt nämlich durchaus abenteuerlich rüber. Berlin wird hier noch glorifiziert und sorgt bei den Kleinen für staunende Augen. Beim Zielpublikum kommt der Streifen entsprechend super an.
Schaut man allerdings etwas genauer hin, lassen die darstellerischen Leistungen und die unstimmige Dramaturgie einige Wünsche offen. Gerade Hauptdarsteller Jonah Peter wirkt blass und wenig überzeugend. Emils Entwicklung fühle ich nicht. Am Ende reicht es für mich für 5 Punkte plus 1 Sympathiepunkt, weil ich mit meinen durchgehend lachenden Kids eine echt gute Zeit im Kinosaal hatte.
Fazit: Wenn daraus jetzt nicht gerade ein neues Franchise gebastelt werden soll, hätte es diesen Aufguss kaum gebraucht. Auch David Dietl ringt dem Urstoff keine frischen Facetten ab. Konflikte verpuffen rasch, und die Figurenentwicklung bleibt derart oberflächlich, dass sie kaum spürbar wird. | |
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