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Drama / Horror / Sci-Fi | | Regie | | Michael Sarnoski ... | | Buch | | Bryan Woods ... | | Jeff Nichols ... | | John Krasinski ... | | Scott Beck ... | | Darsteller | | Alex Wolff ... | | Djimon Hounsou ... Henri | | [noch 3 weitere Einträge] | | | | Agent |
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KarlOtto |
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| Wertungen | | 18 |
| Durchschnitt | | |
| | Meine Wertung [Prognose] [Werten]
DVD-Erscheinungstermin: 10.10.2024
Start in den deutschen Kinos: 27.06.2024
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Zwar bekamen wir bereits in Teil 2 der "Quiet Place" Filmreihe via Flashback einen kleinen Eindruck vom Beginn der Alien-Invasion, doch nun verfrachtet die Spin-Off-Vorgeschichte das Geschehen nach Manhattan. Wir bekommen also mehr Menschen, mehr Action und mehr Monster (teilweise sind sie in Horden unterwegs) geboten - aber reicht das? Nicht wirklich, denn obwohl der Streifen kompetent gefilmt und besetzt wurde (Lupita Nyong'o ist gerade im Horrorgenre immer eine sichere Bank), enttäuscht er am Ende doch gewaltig. Es gibt zwar einige spannende, coole Szenen sowie erinnerungswürdige Bilder, auch das chillige Samtpfötchen Frodo (gespielt von den beiden Katern Nico und Schnitzel ^^) hat mir sehr gefallen. Insgesamt ist der Ableger, der Familie Abbott komplett außen vorlässt und nur mit kleinen Auftritten von Djimon Hounsou eine Figur aus dem letzten Teil einbaut, auch durchaus anschaubar. Aber die neue Perspektive auf die geräuschsensiblen Kreaturen wurde nur halbgar umgesetzt. Den Angriff hätte man z.B. deutlich interessanter inszenieren oder mal neue Informationen darüber einstreuen können.
Wissenschaftler*innen oder das Militär in den Fokus rücken wäre mal was Neues gewesen, stattdessen wird ein nicht allzu packendes emotionales Drama auf zwischenmenschlicher Ebene erzählt, das mich eher kalt gelassen bis in manch ruhiger Szene sogar etwas gelangweilt hat. Liegt gewiss auch an der nicht vorhandenen Chemie zwischen den beiden Protagonist*innen (Joseph Quinn bleibt generell äußerst blass). Nach unpassend kurzer Zeit wissen hier zudem alle Menschen über die Eigenheiten der Monster Bescheid und es wird nur noch das hinlänglich bekannte Programm der Vorgänger abgespult. Die atemlose Intensität, die vor allem den Erstling ausgemacht hat, kommt jedoch kaum noch zum Tragen. Dafür fallen Logikfehler deutlich mehr ins Auge. Fazit: Wer sich einen frischen Blick auf die Postapokalypse wünscht, wird bei "Tag Eins" leider nicht fündig. Zwar bietet der Film nach wie vor soliden Survival-Horror in immerhin neuer Kulisse, deutliche Schwächen und viel verschenktes Prequel-Potential treten aber ebenfalls unübersehbar zu Tage. Schade.