The Movie Community HomeLetzer Film Dienstag, 18. August 2026  12:10 Uhr  Mitglieder Online5
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22 Bahnen (DE 2025)


Genre      Drama
Regie    Mia Maariel Meyer ... 
Darsteller    Jannis Niewöhner ... Viktor
Laura Tonke ... Mutter
Luna Wedler ... Tilda
 
Agent Spreewurm
 
Wertungen16
Durchschnitt
5.56 
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DVD-Erscheinungstermin:
23.01.2026

Start in den deutschen Kinos:
04.09.2025



3 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Colonel
18.08.2026 11:31 Uhr / Wertung: 6
Caroline Wahls Überraschungshit schafft es auf die Leinwand und Mia Maariel Meyer findet dafür eine stimmige, melancholische Tonalität zwischen Großwerden, Erwachsensein und Ohnmacht.

Besonders Tildas enorme Last aus Studium, Verantwortung für ihre kleine Schwester sowie Schuld und Trauer wird spürbar. Gleichzeitig bleibt die Verfilmung zu sehr an ihrer Perspektive hängen. Nebenfiguren wie Viktor, Marlene, Ida und vor allem die alkoholkranke Mutter bleiben auffallend blass. Gerade bei Letzterer fehlt die Ambivalenz, die der Roman noch erkennen lässt. Dadurch bleiben Beziehungen unklar, manche Entwicklungen wirken ohne Buchkenntnis erklärungsbedürftig und zwischen Tilda und Viktor wollte bei mir leider keinerlei Chemie entstehen.
Tiuri7
02.08.2026 16:40 Uhr / Wertung: 3
Als der begabten Mathematikstudentin Tilda eine Promotionsstelle in Berlin angeboten wird, steht sie vor einer schwierigen Entscheidung. Kann sie sich ihren Traum erfüllen und ihre kleine Schwester lda guten Gewissens mit der gemeinsamen, schwer alkoholkranken Mutter alleine lassen?...

Jaaa, das mögen die Deutschen, viel Drama, Trauma und Tragik, möglichst trostlos und depressiv. Wobei diese Bestsellerverfilmung, in der es um den Konflikt der Protagonistin zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortungsbewusstsein geht, eigentlich zunächst sogar recht gut funktioniert. Die Hauptdarstellerin, Luna Wedler, spielt nämlich echt gut und das Verhältnis der beiden Schwestern zueinander dient der Geschichte als wunderbarer emotionaler Anker. Dazu ein wenig Humor (wenn Tilda sich etwa an der Supermarktkasse anhand der Waren die dazu passenden Einkäufer*innen vorstellt) und eine sehr solide Kameraarbeit – es hätte eine ordentliche Coming-of-Age-Story werden können. Hätte. Leider ändert sich an dem Status Quo der dysfunktionalen Familie bis zum unbefriedigenden Ende irgendwie gar nichts. Tilda will allen Ernstes ihre 10 (!) Jahre alte Schwester "abhärten", um sie bei der völlig gestörten und unberechenbaren Säufer-Mutter zu lassen, die gerne mal austickt, sich halb ins Koma trinkt oder beinahe das Haus abfackelt – geht's noch!? Welche Botschaft will der Film denn hier vermitteln?? Zumal ja immer wiederholt wird dass sie sich definitiv nicht ändern bzw. ihr Zustand sich nicht verbessern wird. Absolute Vollkatastrophe, wie hier dem Alkoholismus begegnet wird (oder eben auch NICHT). Von dem dezent überflüssig wirkenden Liebes-Arc und dem komplett schlecht eingebundenen Vergangenheitsthema (um den verstorbenen Bruder des Love Interest) ganz zu Schweigen. Fazit: Das Beste am Film ist ungelogen "Durch den Monsun" von Tokio Hotel (einfach ein klasse Song!) – ansonsten ein ärgerlicherweise nicht zu Ende gedachtes Sozial-Drama mit überzeugender Hauptrolle und guten Ansätzen.
Spreewurm
27.05.2025 17:32 Uhr / Wertung: 7
IMDb: https://www.imdb.com/title/tt32433627/

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