Wir haben den Film im Rahmen eines Verbalen und Nonverbalen Kommunikations Kurses gesehen und nebst der netten Geschichte und einem tollen Hauptdarsteller war es super Lehrmaterial in Punkto Kommunikationsstörungen und Mikromuster.
Meiner Meinung nach wird der Film an keiner Stelle langatmig und ist somit sehr gelungen. Natürlich handelt es sich hier, trotz vieler lustiger Szenen, nicht um einen reinen Unterhaltungsfilm.
Der Film dauert zwar etwas mehr als zwei Stunden, trotzdem wurde er nicht langweilig, was vorallem daran lag, dass Peter Sellers mehr als überragend einen "TV-verschandelten" Gärtner spielt.
Peter Sellers at his best!!!
Es ist sehr erfrischend, wie aktuell dieser Film auch nach 26 Jahren noch daherkommt. Die an sich einfache Grundidee wird durch ein ausgezeichnetes Ensemble und einen einmalig guten Peter Sellers zu einem sehenswerten Gesellschaftsstück über Reiche und Mächtige, die alles haben - und nur das was sie hören wollen auch wahrnehmen. Kongenial auch die Zapping-Collagen, die den Film durchziehen.
Besser als die Zeitschrift MAD seinerzeit kann man diesen Film nicht beschreiben.
(Ich zitiere aus meiner Erinnerung von vor mehr als 20 Jahren):
Was will uns dieser Film neues sagen? Dass Fernsehen verbloedet, wussten wir schon lange. Und das die groessten Idioten in der Politik Erfolg haben, ist auch nichts Neues. Was also soll dieser Film?
Wirklich herausragend agiert Peter Sellers in der hintersinnigen Komödie "being there". Er spielt einen zurückgebliebenen Gärtner, dessen liebste Beschäftigung das Fernsehen ist. Durch kleinere Wirrungen kommt er in die höchsten Politregionen und wird dort für einen hochintelligenten Politologen gehalten, der einzig die Gärtnerei als Metaphern verwendet.
Zwar hätte Hal Ashby seiner Abrechnung mit der Medienwelt und der Politikwelt an der ein oder anderen Stelle kürzen können - dennoch verbleibt unter dem Strich eine herausragend besetzte [neben Sellers laufen noch Shirley MacLaine und der Oscar-gekrönte Melvyn Douglas zu Höchstform auf], bittersüße Komödie über einen "Außenseiter", der unbewusst zum Helden hochstilisiert wird... (starke) 8 Blumenmann-Punkte
Eine wie ich finde überaus charmante Tragikomödie mit einem groß aufspielenden Peter Sellers, den den Charakter von Chance nicht hätte besser spielen können. Die Atmosphäre und die Story stimmen ebenso, jedoch hätte man vielleicht in der letzten halben Stunde das Ganze etwas kürzen können; so hatte er doch einige Längephasen.
Meiner Meinung nach wird der Film an keiner Stelle langatmig und ist somit sehr gelungen. Natürlich handelt es sich hier, trotz vieler lustiger Szenen, nicht um einen reinen Unterhaltungsfilm.